Was hilft gegen Pickel? | Der große Guide von Doktor Haut

In Zeiten, in denen ein frisches, jugendliches Aussehen selbst im fortgeschrittenen Alter immer wünschenswerter wird, spielen ein perfektes äußeres Erscheinungsbild und ein guter erster Eindruck eine entscheidende Rolle. Unsere männlichen und weiblichen Vorbilder in Hochglanzmagazinen scheinen keinerlei Probleme wie unreine Haut oder Akne und Pickeln zu haben und doch gibt es sie. Die unreine Haut und die Probleme mit Pickeln. Spätestens in der Pubertät, wenn sich der Stoffwechsel und die Hormone auf das Erwachsenwerden einstellen, wird man von den offensichtlichen Problemen heimgesucht, die manchmal schlicht auf unreine Haut zurückzuführen sind, aber oft schlicht ein Spiegelbild des eigenen Lebenswandels darstellen. Im herkömmlichen Sprachgebrauch wird für diese unreine Haut und offensichtlichen Makel der Begriff Akne verwendet. Das „Problem“ ist aber vielschichtiger und es lässt sich auf verschiedene Arten positiv beeinflussen oder lösen.

Pickel und Mitesser?

Will man sich mit den verschiedenen Hausmitteln und pharmazeutischen Produkten auseinandersetzen, um eine „Behandlungsmethode“ für unreine Haut zu finden, die wirklich langfristig an der Ursache ansetzt, dann sollte man zuerst tatsächlich die Ursachen für den nun offenbar werdenden Pickel näher untersuchen. Neben genetischen Ursachen für unreine Haut gibt es vielerlei Faktoren, die mit der so genannten Akne eigentlich nichts zu tun haben, die aber, wenn man sie verändert, das eigene Hautbild nachhaltig beeinflussen.

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Ursache Nummer 1 – Krankheitsbilder

Grundsätzlich ist das Hautbild oder die Beschaffenheit der Haut auf die erbliche Veranlagung zurückzuführen. So wie wir unterschiedlich braun werden, wenn wir uns längere Zeit in der Sonne aufhalten, so ist auch der Hauttyp größtenteils erblich veranlagt. Mit entsprechender Vorbelastung neigt man also eher zu unreiner Hautund wird eher mit der typischen Akne konfrontiert. Neben der Akne gibt es aber auch viele Krankheiten wie z.B. die Gürtelrose, die ebenfalls typische Symptome wie das Entstehen von Pickeln aufweisen kann.

doktor-haut_artikel-was-hilft-gegen-pickelDie klassische Ursache für Pickel ist aber eine Verhornungsstörung in der obersten Hautschicht. Hierbei handelt es sich entweder um Mikrokomedo oder um die Akne vulgaris. In beiden Fällen werden durch übermäßige Verhornung der Talgdrüsen Mitesser (Komedonen) gebildet.

Bei der leichten Akne (Akne comedonica) ist die Verhornung gestört, wodurch sich weiße oder schwarze Mitesser bilden können. Bei schwarzen Mitessern kann der Talg aus den Drüsen mit der Luft in Reaktion treten, wodurch er sich verfärbt.

Bei der mittleren Akne (Akne papulopustulosa) bilden sich zu den Mitessern kleine Pickel, die sich entzünden. Entweder wird diese Entzündung durch einen Eiterkopf direkt sichtbar, oder es bilden sich nach innen gerichtete Papeln. Im Extremfall können unter der Haut liegende Knoten entstehen. Die mittlere Akne ist vor allem auf verstärkte Testosteronbildung zurückzuführen und tritt deswegen oft bei Jungen auf.

Bei der schweren Akne (Akne inversa) bilden sich meist sehr starke Entzündungen aus. Die entstehenden Knoten treten vielzählig auf, sind meist sehr schmerzhaft und bilden tiefe und schmerzhafte Entzündungen. Durch eine Verschmelzung mehrerer Knoten können Fisteln entstehen, durch die der Eiter ausfließen kann. Besonders schwierig für den Betroffenen ist die schwere Akne dadurch, dass sie durch Narben das äußere Erscheinungsbild verändern kann. Vor allem dadurch leiden Betroffene unter dieser Form am meisten.

Neben diesen Schweregraden der Akne vulgaris gibt es noch anderen Typen wie die Akne Tarda, Akne neonatorum, Akne infantilis. Diese können in verschiedenen Lebensaltern auftreten. Die oben genannten Typen sind die klassischen Aknetypen, die vor allem während der Pubertät auftreten.

Ursache Nummer zwei – Lebenswandel, Gewohnheiten, Hygiene

Die allgemein angedachte Hauptursache für die Entstehung von Pickeln ist die so genannte unreine Haut. Dieser Begriff birgt bereits die Lösung in sich, da man durch die eigenen Lebensgewohnheiten, vor allem im Bereich Gesundheit und Hygiene viel von dem beeinflussen kann, das uns die Haut später als Spiegel vorhält.

Thema Nummer eins ist hier die allgemeine Reinlichkeit. Durch unsere täglichen Kontakte mit unserer Umwelt sammeln wir viele Gifte und Schmutze zusammen, die sich in unseren Haaren und auf unserer Haut ablagern. Vor allem im Bereich der Hände und im Gesicht bilden diese Ablagerungen eine gute Grundlage für das Entstehen unreiner Haut und –darauffolgend – die Bildung von Mitessern und Pickeln. Regelmäßiges Händewaschen, regelmäßiges Baden und Duschen und das regelmäßige Waschen der Körperhaare kann Vielem vorbeugen.
Auch mit der Wahl sauberer und richtiger Kleidung kann der Zustand der Haut beeinflusst werden. Zu enge oder zu warme Kleidung fördert die Bildung von Schweiß oder den Luftstau, der wiederum für Unreinheiten verantwortlich ist.

Bei der Ernährung und dem allgemeinen Lebenswandel kann mit gesundem Menschenverstand viel erreicht werden. Der Zustand der Haut spiegelt oft wider, was der Körper über allzu fettige oder süße Nahrung verkraften muss. Regelmäßiger Sport an frischer Luft beeinflusst den eigenen Stoffwechsel positiv und kann daher auch bei Hautproblemen helfen. Besonders negativen Einfluss auf den Allgemeinzustand der Haut hat Stress. Steht der Körper längere Zeit unter Hochspannung, kann die veränderte hormonelle Struktur auch die Beschaffenheit der Haut ändern und ihre Belastbarkeit erheblich herabsetzen.

Neben diesen Faktoren wird das Hautbild auch durch andere Gewohnheiten beeinflusst. So verändern Alkohol und Nikotin nachhaltig das Hautbild. Ist es beim Alkohol die geförderte Dehydrierung, so beeinflusst das Nikotin als Zellgift vor allem die Durchblutung der Haut negativ, was dazu führt, dass diese schneller runzelig werden kann.

Ein sehr wichtiger Faktor bei der Beurteilung der Ursachen sind jegliche Formen von Medikamenten. Vor allem Antibiotika, Psychopharmaka und Neuroleptika stehen im Ruf, die Entwicklung von Hautunreinheiten zu begünstigen, wenn nicht gar zu fördern. Ein weiterer Einflussfaktor ist die Einnahme von Hormonen jeglicher Art. Besonders Anabolika beim Mann und die Antibabypille bei der Frau verändern den Hormonhaushalt und erleichtern somit die Entwicklung von unreiner Haut.

Ursache Nummer drei – der Hauttyp

Eine weitere Ursache bei der Betrachtung – Was hilft gegen Pickel? – ist der Hauttyp. Grundsätzlich kann man bis zu sieben Hauttypen unterscheiden, wobei nicht alle Typen gleich anfällig gegenüber Akne oder Hautunreinheiten sind. Die am häufigsten in Verbindung zur Bildung von Mitessern oder Akne stehenden Typen sind die fettige und die trockene Haut. In beiden Fällen ist das Gleichgewicht zwischen Schutz und Fettung in die eine oder andere Richtung gestört. Weitere Hauttypen sind die normale Haut, die reife Haut und die empfindliche Haut. Letzterer Hauttype neigt per se´ zu Rötungen und Trockenheit, wodurch eine Entzündung und nachfolgende Mitesserbildung begünstigt wird. Die Akne – Haut ist der Hauttyp, der bereits Veränderungen durch vorhandene Akne oder Mitesser durchlaufen hat. Er ist gekennzeichnet durch große, grobe Poren mit gebildeten Papeln oder Pusteln. Die Mischhaut ist bei der Pflege besonders anspruchsvoll, da sie sowohl trockene Partien (z.B. die Wangen) als auch fettige Zonen (Stirn und Nase) aufweist.

Was hilft gegen Pickel?

Was hilft gegen PickelDie ultimative Notsituation, man hat einen wichtigen Termin, vielleicht das erste Date mit dem hoffentlich Zukünftigen, und man steht vor dem Spiegel und ist mit dem eigenen Antlitz unzufrieden. Das Gesicht und der Halsbereich ist besonders anfällig bei der Bildung von Pickeln, bei Frauen soll das Dekollete´ natürlich besonders makellos sein. Natürlich ist eine nachhaltige Änderung des eigenen Lebenswandels sinnvoll, weil sie den Stoffwechsel und somit das Hautbild langfristig positiv verändert, aber das ist in dieser Situation eine viel zu langwierige Lösung. Erste Hilfe ist nötig.

Die einfachste Lösung bei der Bekämpfung eines sichtbaren Pickels oder Mitessers neben dem Ausdrücken ist das „Verstecken“. Zum Einen kann man die betreffende Körperpartie verhüllen, z.B. durch den Verzicht auf ausgeschnittene Oberteile, oder man deckt den Übeltäter einfach mittels handelsüblicher Schminke ab. Hierbei sollte Mann/Frau notfalls den Rat eines Apothekers in Anspruch nehmen, da die Verträglichkeit für den eigenen Hauttyp vor weiteren Unannehmlichkeiten bewahren kann.

Eine weitere Lösung für den sichtbaren Pickel oder Mitesser ist der direkte Eingriff – Das Ausdrücken. Durch Ausdrücken kann man den Pickel meist fast vollständig beseitigen. Wichtig bei der Herangehensweise ist die unbedingte Sauberkeit der verwendeten Hilfsmittel und der betreffenden Hautregion. Optimalerweise kann der Eiter nach dem Ausdrücken nach Außen abfließen. Das heißt, diese Erste – Hilfe – Maßnahme ist besonders gut anwendbar, wenn sich bereits ein Eiterpunkt vorhanden ist, an dem man den Eiter optimal ausdrücken kann. Notfalls kann dieser vor dem Ausdrücken mit einer sterilen Nadel nach außen geöffnet werden. Riskant ist dieses Vorgehen nur dann, wenn der Eiter beim Ausdrücken nicht abfließen kann. Dann besteht die Gefahr, dass der Pickel nach innen aufplatzt, was Entzündungen und weitere Leiden zur Folge hat. Eine gute Unterstützung kann hier die Verwendung antiseptischer Mittel bieten. Geeignet ist zum Beispiel auch die Verwendung von Knoblauch. Den ausgepressten Saft verreibt man nach dem Ausdrücken einfach auf der Problemzone und wäscht ihn nach dem Trocknen mit klarem Wasser ab.

Was hilft gegen Pickel? – Die Hausmittel

Wie bei jedem Problem findet sich in mütterlichen oder großmütterlichen Fundus eine Vielzahl von mehr oder minder wirksamen Hausmitteln. Neben der Verwendung von Zahnpasta als Mittel zum „Austrocknen“ des Pickels, die Sinnhaftigkeit darf angezweifelt werden, gibt es viele einfache Methoden, die das Hautbild im Bedarf verbessern können. Nachhaltigkeit erreicht man jedoch nur, wenn man die Ursachen für die auftretenden Unreinheiten kennt und den eigenen Hauttyp durch entsprechende Maßnahmen gut behandelt.

Eine recht einfache Behandlungsmethode bei Problemen mit Pickeln oder Mitessern ist die Verwendung von Dampf oder Kamille. Durch Dampf, zum Beispiel im Dampfbad, werden die Poren der verunreinigten Haut geöffnet und gleichzeitig erhöht sich die Blutzirkulation. Trägt man nun Kamille (auch in Form eines Tees) auf, wird die betreffende Hautpartie desinfiziert und gleichzeitig von abgestorbenen Hautpartikeln gereinigt. Eine ähnliche Wirkung auf die betroffenen Hautpartien haben Aloe Vera und Teebaumöl. Beide wirken antiseptisch, antiviral und antibakteriell. Beim Teebaumöl ist jedoch Vorsicht geboten. Es sollte nur mit Wasser verdünnt verwendet werden und es besteht die Gefahr der Unverträglichkeit.

Eine Behandlungsmethode, die quasi über Nacht Abhilfe schafft, ist die Verwendung von Zinksalben, da diese nicht einzieht und daher über Nacht ihre Wirkung entfaltet. Eine ähnliche Vorgehensweise ist bei der Anwendung von Heilerde sinnvoll. Diese wird als Brei auf die Haut aufgetragen und entzieht dieser beim Trocknen Bakterien, Talg und Schmutz.

Ein etwas aggressiveres Hausmittel ist Apfelessig. Dieser sollte nur auf den betroffenen Stellen aufgebracht werden und grundsätzlich nur bei schnell nachfettender Haut Anwendung finden. Ähnlich verhält es sich mit der Anwendung von Zitrone, auch diese ist nur bei robuster Haut zu empfehlen. Neben diesen Hausmitteln sind auch verschiedene Masken und Umschläge mit Honig oder Hefe erhältlich.

Darüber hinaus kann das Hautbild schlicht durch den Aufenthalt an frischer Luft und Sonne positiv beeinflusst werden. Von übermäßigen Besuchen im Solarium ist abzuraten. Die künstliche Sonne unterstützt zwar die Heilung der betroffenen Hautpartien, aber die Austrocknung der Haut begünstig wiederum die Entstehung neuer Pickel. Hier ist also Vorsicht geboten!
Ein oft genanntes, aber wahrscheinlich selten genutztes Hausmittel gegen Pickel ist der Eigenurin. Eine geradezu mittelalterliche Methode, die aber anscheinend eine universelle Hilfe bei vielen Problemen darstellt.

Was hilft gegen Pickel – Die Pharmazie?

Neben den vielen Hausmitteln und Erste – Hilfe – Maßnahmen bieten natürlich auch die Pharmakonzerne Unmengen an schnell und langfristig wirkenden Mitteln aus dem Bereich der professionellen Medizin. Diese sollten grundsätzlich nur nach einer gründlichen Untersuchung durch einen entsprechenden Spezialisten (z.B. Dermatologen) verschrieben und angewendet werden.

Neben den antiseptischen Hausmitteln, die bereits erwähnt wurden, lassen sich auch pharmazeutische Varianten verwenden. Da hier oft verschiedene Wirkstoffe kombiniert werden, sind nicht selten Unverträglichkeiten die Folge. Ein ärztlicher Rat vor der Anwendung kann Schlimmeres verhindern.

Diese Vorsichtsmaßnahme sollte auch vor der Verwendung von Benzoylperoxid bedacht werden. BPO wird vor allem dann angewandt, wenn die Folgen einer Verhornungsstörung beseitigt werden sollen. Die oberen Hautschichten werden nach und nach abgeschält. Hierbei kommt es zu Hautreizungen und mitunter erheblicher Austrocknung der Haut. Eine ärztliche Beobachtung ist also unbedingt anzuraten.