Gesicht mit Akne/Pickeln

Ursachen einer Akne Erkrankung

Die Ursachen einer Akne

Akne beginnt mit der Bildung nicht entzündlicher Komedone, im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Mitesser bezeichnet. Diese entstehen, weil Talgdrüsenfollikel durch eine übermäßige Verdickung der äußersten Hautschicht verstopfen. Der Hauttalg kann nicht mehr abfließen, verdickt sich und kann unter oberflächlicher Schwarzfärbung oxidieren. Tritt dann noch eine Bakterienbesiedelung hinzu, kann es zur Bildung entzündeter Papeln kommen. Diese Bakterien zersetzen den in dem verstopften Follikel angesammelten Talg. Die Abbau- und Zwischenabbauprodukte dieses Vorganges lösen dann die entzündliche Reaktion aus, welche in eine Papel mündet. Tritt dies gehäuft auf, zeigt sich dann das klinische Bild der Akne.
 

 

Hauptursache einer Akne Erkrankung

Die häufigste Form der Akne tritt in der Pubertät auf. Diese Acne vulgaris oder Acne simplex wird durch einen verstärkten Einfluss von Androgenen, also männlichen Sexualhormonen, hervorgerufen. In der Pubertät kommt es zu einer Vielzahl hormoneller Umstellungen im Körper der Heranwachsenden, so dass die Koinzidenz von Altersstufe und Auftreten von Akne verständlich wird. Androgene bewirken sowohl eine erhöhte Talgproduktion als auch eine erhöhte Bildung an Hornzellen in der Haut.

Daneben gilt eine genetische Disposition zu einer erleichterten Bildung von Hautirritationen mittlerweile in der Forschung als gesichert.

Verständlich wird somit auch, dass Faktoren, die eine Steigerung der Androgenproduktion bewirken, auch dafür mitverantwortlich gemacht werden können, dass eine Verschlimmerung einer bereits bestehenden Akne eintritt – ein neuer Schub wird ausgelöst. Ähnliches gilt für Faktoren, die eine Erhöhung der Talgproduktion oder aber eine erhöhte Aktivität der Hornzellen zur Folge haben.
 

Ernährung – Fast food und Zucker sind Gift?

Mit wissenschaftlicher Genauigkeit lässt sich ein Zusammenhang zwischen Ernährung und Akne – noch – nicht endgültig behaupten. Im Verdacht steht vor allem hier jede Ernährung, die den Blutzuckerspiegel übermäßig erhöht und damit die Insulinproduktion deutlich steigert. Es konnte gezeigt werden, dass Insulin einen Ausstoß von Androgenen fördert. Viele Jugendliche haben die Beobachtung gemacht, dass der Genuss von süßer Limonade und Fast Food, das neben ernährungsphysiologisch kritisch zu bewertenden Fetten auch viel Zucker enthalten kann, einen Akneschub auszulösen scheint. Betrachtet man diese Erfahrungsberichte unter dem Aspekt des Einflusses von Insulin auf die Androgenproduktion, können sie nicht einfach von der Hand gewiesen werden.
 

Ganzheitliche Erklärungen

Neben der klassischen Medizin werden auch ganzheitliche Erklärungsansätze diskutiert. Hier wird der Schwerpunkt eher darauf gelegt, dass es aufgrund unausgewogener Ernährung, psychischen Stresses oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder anderer Allergien zu einer Stimulierung der Androgenproduktion kommen kann. Auch hier besteht noch Forschungsbedarf.
 

Alle Ursachen auf einen Blick

  • Alkohol
  • Antibiotika
  • Pickel Drücken
  • Falsche Ernährung
  • Komedogene Kosmetik
  • Falsche Hautpflege
  • Die Pille
  • Psychische Probleme wie z. B. Stress
  • Rauchen
  • Veranlagung zu Akne
  • Verdauungsprobleme
  • Zuviel Zucker

Exogene Faktoren

Bisher wurden nur endogene Faktoren diskutiert. Exogene Faktoren sind ebenfalls zahlreich bekannt.

Der Begriff „Mallorca-Akne“ umfasst eine Sonderform der Akne, die entsteht, wenn Bestandteile von Kosmetika, in diesem Zusammenhang von Sonnenschutzmitteln, mit dem Talg der Haut unter Einfluss von UV-Strahlung eine Verbindung eingehen, die sich als entzündungsförderlich erweist. Ähnliche Reaktionen sind hin und wieder bei Akne-Patienten bekannt geworden, die handelsübliche Kosmetika verwenden.

Auch übermäßige Körperhygiene kann Akneschübe auslösen. Am sichersten gehen Aknegeplagte mit Hautreinigungsmitteln, die den ph-Wert der Haut nicht verändern, also ph-Wert-neutral sind. Selbst diese sollten nicht mehr als zweimal am Tag verwendet werden.

Als zusätzlicher Faktor ist das Rauchen ausgemacht worden. Zigarettenrauch schadet nicht nur nach dem Sprichwort der Haut, sondern Inhaltsstoffe des Rauches haben eine entzündungsförderliche Wirkung.

Als weiteres wären verschiedene Kontaktstoffe zu nennen wie Öle oder Teer. Neben der Verursachung der reinen „Kontakt-Akne“ können diese natürlich auch bestehende Akne verschlimmern.

Medikamente können auch bei bestimmungsgemäßer Einnahme Akneschübe verursachen. Hier sind neben cortisol- und lithiumhaltigen Präparaten auch Barbiturate und Psychopharmaka wie manche Neuroleptika zu nennen. Bekannt ist auch eine akneförderliche Wirkung von Anabolika. Diese ähneln oft männlichen Sexualhormonen.
 

Zusammenfassung

Die Pathogenese von Akne ist multifaktoriell. Dies gibt aber dem informierten Patienten auch die Möglichkeit, positiv auf den Verlauf einer bestehenden Akne einzuwirken, indem er versucht, seine individuellen auslösenden Faktoren festzustellen und diese zu meiden beziehungsweise zu verringern.

Author Info

Doktor Haut

Doktor Haut beschäftigt sich gerne mit Themen der Dermatologie. Hauptsächlich behandelt er Themen zu den häufigsten Hautkrankheiten wie z. B. Akne, Neurodermitis, Lippenherpes oder auch über den lästigen Fußpilz.

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