Narbensalbe Test 2016

4 beliebte Narbensalben im Vergleich!


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Auf der Suche nach einer guten Narbensalbe?

narbensalbe testIm Laufe seines Lebens wird sich jeder Mensch wohl die ein oder andere Narbe zuziehen. Narben sehen dabei nicht nur unschön aus, sondern stellen meist auch eine emotionale Last für den Betroffenen dar: Viele fühlen sich dadurch entstellt oder schämen sich sogar für ihre Narbe. Doch darüber hinaus können Narben auch Schmerzen, Juckreiz oder Spannungsgefühle bei häufigen Bewegungen verursachen – gerade dann, wenn sie in der Nähe von Gelenken liegen. Daher sollten Narben nicht nur zur äußeren Verschönerung, sondern auch zu therapeutischen Zwecken unbedingt pflegen.

Was ist eine Narbensalbe und wofür wird sie angewendet?

Narbensalben werden gemeinhin nach leichten oder schwerwiegenden Verletzungen oder nach Operationen angewendet. Dabei sollen sie die Narbenbildung günstig beeinflussen und den Heilungsprozess der Haut fördern. Innerhalb der verfügbaren Narbensalben unterscheidet man eine silikonhaltige Narbensalbe von Narbensalben mit anderen Inhaltsstoffen. Der Vorteil der silkonhaltigen Narbensalbe besteht dabei jedoch darin, dass sie innerhalb weniger Sekunden trocknet und deswegen nicht durch einen Verband abgedeckt werden muss. Auch Kleidung kann nach dem Auftragen sofort über die behandelte Hautpartie angezogen werden. Die Anwendungsweise von Narbensalben unterscheidet sich dabei nicht von anderen herkömmlichen Körpersalben.

 

Welche Inhaltsstoffe haben Narbensalben?

Einige Narbensalben sind silikonhaltig, während andere Produkte aus Vitaminen und Pflanzenwirkstoffen, den Wirkstoffen Dexpanthenol oder Heparin bestehen. Dexpanthenol soll dabei wegen seines Feuchthaltevermögens der Haut, die Neubildung der Hautzellen unterstützen und so zur Regeneration der betroffenen Hautpartien beitragen. Darüber hinaus wirkt es auch juckreizlindernd, entzündungshemmend und wundheilungsfördernd. Der Wirkstoff Heparin hingegen ist ebenfalls entzündungshemmend, fördert die Durchblutung und beeinflusst die Wasserbindung im Narbengewebe positiv. Jedoch konnten klinische Studien bislang lediglich der silikonhaltigen Narbensalbe eine medizinische Wirkung nachweisen. Vor allem Narbensalben mit Vitaminen und Pflanzenwirkstoffen können ebenso durch handelsübliche Fettcremes ersetzt werden und sind so deutlich günstiger zu erwerben.

Wie funktioniert die Narbensalbe?

Die Wirkungsweise von Narbensalben variieren je nach ihren Inhaltsstoffen: Während die silikonhaltige Narbensalbe einen dünnen Film auf der Haut hinterlässt, der das Gewebe anregt und so zu einer positiven Narbenbildung beiträgt, spenden Narbensalben mit dem Inhaltsstoff Dexapanthenol der Haut vor allem Feuchtigkeit und regen so zu der Bildung einer weichen und geschmeidigen Narbe an. Des Weiteren sind in vielen Narbensalben Inhaltsstoffe enthalten, die die Wunde desinfizieren sollen und darüber hinaus entzündungshemmend wirken.

Was bewirkt die Narbensalbe?

frau narbeEine Narbensalbe beeinflusst die Narbenbildung positiv, da sie Rötungen reduziert, das Narbengewebe auflockert, den Schmerz sowie den Juckreiz lindert und zudem das Wachstum von überschüssigen Bindegewebe verhindert, welches meist zu unschönen wulstigen und wuchernden Narben, gerade bei starken Verbrennungen, führen kann. Insbesondere bei Narben auf Gelenken, welche ständig einer hohen Bewegung ausgesetzt sind, wird der Anwendung einer Narbensalbe ein geringeres Spannungsgefühl und eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Jedoch hängt die Wirkung einer Narbensalbe auch immer von der genetischen Disposition jedes Einzelnen und der regelmäßigen Anwendung der Narbensalbe ab. Denn erst nach zirka drei bis vier Wochen täglicher Anwendung sind erste Resultate sichtbar. Der Patient sollte daher ein hohes Durchhaltevermögen mitbringen und keine Wunderwaffe erwarten.

Ab wann sollte man eine Narbensalbe anwenden?

Generell kann eine Narbensalbe auf frischen Narben, aber auch bereits auf lange ausgeheilten Narben angewendet werden. Die Anwendung der Narbensalbe erfolgt dabei direkt auf die betroffene Hautpartie, wobei Sie dabei darauf achten sollten, dass die Wundränder bereits vollständig geschlossen und die Fäden, etwa nach einer Operation, entfernt worden sind. Narbensalbe, die Dexapanthenol enthält, wird hingegen eher bei kleineren Wunden und Narben angewendet und kann auch schon bei offenen Wunden aufgetragen werden, da sie zusätzlich Desinfektionsmittel enthält. Generell besteht jedoch der Leitsatz, dass je eher Sie mit der Narbenpflege beginnen, Sie den Wundheilungsprozess auch optimaler beeinflussen können und in der Regel eine wesentlich unauffälligere Narbe zurückbleibt.

Wie oft sollte man die Narbensalbe verwenden?

Es ist empfehlenswert, dass Sie die Narbensalbe über mehrere Wochen mindestens zweimal täglich sanft in das Narbengewebe einmassieren oder in einer dicken Schicht auf die Narbe auftragen und diese anschließend mit einem Verband verdecken. Die spezifische Anwendungsdauer unterscheidet sich aber von Produkt zu Produkt und ist in der jeweiligen Packungsbeilage nachzulesen. Sofern die Narbe regelmäßig mit einer Salbe über einen längeren Zeitraum behandelt wird, soll die Narbe sogar blasser und unauffälliger wirken und kann sogar an ihrem ursprünglichen Umfang verlieren und so mit der Zeit schrumpfen.

Gibt es Einschränkungen in der Anwendungsdauer?

Narbensalben, die Dexapanthenol enthalten, sollten in aller Regel lediglich bei kleineren Verletzungen nur bis zu einigen Tagen nach der Vernarbung angewendet werden. Schwerere Narben können hingegen auch über einen längeren Zeitraum mit dem Wirkstoff Dexpanthenol behandelt werden.

Was kostet eine gute Narbensalbe?

Eine silikonhaltige Narbensalbe können Sie ab zirka 40 Euro pro 10 Gramm erwerben. Da die silikonhaltige Narbensalbe üblicherweise in einer Tube zwischen 15 und 25 Gramm verkauft wird, kostet sie demnach zwischen 63 bis 91 Euro. Auf den ersten Blick erscheint dies sehr teuer zu sein: Da sich die silikonhaltige Narbensalbe jedoch insbesondere über einen längeren Anwendungszeitraum bewährt gemacht hat, relativieren sich die Kosten auch im Vergleich zu anderen Narbensalben, die etwa zweimal häufiger täglich auf die betroffene Hautpartie aufgetragen werden soll, sehr schnell. Eine silikonhaltige Narbensalbe ist so nicht nur effektiver, sondern hält sich im Vergleich zu anderen Produkten auch länger.

In der Regel übernehmen jedoch die Krankenkassen die Kosten einer Narbensalbe, die von einem Arzt verschrieben wurde. Allerdings ist lediglich eine Tubengröße von 50 Gramm gebührenfrei.

Wie ensteht eine Narbe?

Narben entstehen im Verlaufe des Wundheilungsprozesses, bei dem der Körper größere Gewebestücke verloren hat, wie zum Beispiel nach Verletzungen oder operativen Eingriffen, bei denen Gewebe durchtrennt wurde, oder nach Verbrennungen. Gemeinhin kann man sich die Narbenbildung daher so vorstellen, dass sie immer dann in Erscheinung tritt, wenn einer der drei Hautschichten, die Oberhaut oder Epidermis, die Lederhaut, die sogenannte Dermis oder die Unterhaut, die Subkutis, verletzt wurden. Dann setzt vom Körper der Regenerationsprozess ein, bei dem die verletzten Hautschichten wieder geschlossen werden sollen. Sofern kleinere Verletzungen durch gleichartige Zellen geschlossen werden, kommt es zu keiner Narbenbildung, da der Normalzustand des Gewebes wiederhergestellt wurde. In diesem Fall spricht man auch von einer Regeneration der Haut oder der vollständigen Wiederherstellung des Hautbildes.

Welche Arten von Narben gibt es?

Im Allgemeinen unterscheidet man drei Typen von Narben. Die atrophe oder eingesenkte Narbe tritt dann in Erscheinung, wenn bei der Wundheilung vom Körper nicht genügend Ersatzfasern für das zerstörte Gewebe gebildet werden konnten. In der Tat entsteht dann eine grübchenartige Narbe, die im Verhältnis zu den gesunden Hautpartien deutlich tiefer angelegt ist. Menschen, die unter Akne leiden, haben dann auch später häufig mit atrohen Narben zu kämpfen.
Unter der hypertrophen Narben, der sogenannten wulstigen Narbe und der Keloide, der wuchernden Narbe, bezeichnet man hingegen ein überschießendes Narbengewebe. Dieses kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein, entsteht jedoch meistens dann, wenn die Narbe während ihres Heilungsprozesses starker Bewegung ausgesetzt war. Bei einer hypertrophe Narbe oder wulstigen Narbe tritt die Narbe im Vergleich zu der gesunden Haut deutlich höher in Augenschein. Insbesondere nach schweren Verbrennungen treten hypertrophe Narben häufig auf und werden von den Betroffenen nicht nur als ästhetisch störend wahrgenommen, sondern können gerade auch dann den Bewegungsablauf beeinträchtigen, wenn sie in der Nähe von Gelenken liegen.
Bei der Keloide oder den wuchernden Narbe sind über die Narbenpartie hinaus auch angrenzende Hautareale betroffen. Keloide sind so nicht nur großflächig angelegt, sondern darüber hinaus auch stark gerötet und können Juckreiz oder Druckschmerzen verursachen. Häufig müssen diese Arten von Narben auch ärztlich behandelt werden. Der Arzt versucht dabei lose Gewebestücke abzutragen und so die Narbe auf eine bestimmte Hautpartie einzugrenzen.

Welche Behandlungsmethoden gibt es gegen Narben?

NarbeGerade bei schwerwiegenden Verletzungen sollten Sie den Heilungsprozess der Narbe nicht nur durch das Auftragen von Narbensalbe begünstigen, sondern auch beispielsweise zusätzliche Narbenpflaster anwenden. Die Narbenbehandlung durch spezielle Kompressionskleidung ist insbesondere bei großen Verletzungen wirkungsvoll. In Kombination zur Kompressionskleidung kann dann jedoch auch die Narbensalbe eine effiziente Anwendung finden.

Bei kleineren Narben oder Wunden wirken jedoch auch handelsübliche Fettcremes wie Melkfett oder Vaseline wahre Wunder: Sie beruhigen die Haut, lösen Spannungen und tragen ebenso zum Heilungsprozess bei.

Schwerer sind hingegen sogenannte hypertrophe Narben oder Keloidbildungen zu behandeln, da diese eine ärztliche Behandlung unumgänglich machen, gerade dann wenn sie in der Nähe von Gelenken liegen und den Bewegungsapparat deutlich einschränken und schmerzhaft werden. Keloide, sogenannte wuchernde Narben sind dabei häufig vom Arzt zu vereisen oder durch gezielte Eingriffe wird das wuchernde Gewebe dann abgetragen.

Atrophe Narben, welche häufig nach einer schweren Akne-Erkrankung in Erscheinung treten, sind heutzutage durch die neuartige Behandlungsform des Microneedling zu kurieren. Dabei rollt eine kleine Walze, welche mit feinsten Nadeln ausgestattet ist, über die betroffene Hautpartien. Es entstehen dabei Miniverletzungen, die die Haut wiederum dazu anregen, Kollagen zu bilden.
Mit Hilfe der sogenannten Narbenplastik lassen sich aber auch optische oder anderweitig störende Narben entfernen. Innerhalb der Narbenplastik wird der Narbenverlauf dann künstlich verändert. Allerdings wird die Behandlungsmethode der Narbenplastik erst als sogenannte ultima ratio angewandt: Also immer nur dann, wenn alle anderen bisherigen Therapiemöglichkeiten nicht das gewünschte Resultat gezeigt haben. Außerdem ist eine Narbenplastik erst dann möglich, wenn die Narbe weitgehend abgeheilt und nicht mehr gerötet ist.

Neben diesen Eingriffen dürfen aber auch einfache Hausmittel nicht außer Acht gelassen werden, die die Narben bleichen und dadurch unauffälliger erscheinen lassen. Dazu gehört zum Beispiel die simple Narbenbehandlung mit Aloe Vera, die hilft das beschädigte Hautgewebe zu regenerieren. Zudem kühlt Aloe Vera Narben und wirkt außerdem entzündungshemmend. Ebenso wie die Narbensalbe wird Aloe Vera dabei mehrmals auf die Narbe aufgetragen und leicht einmassiert. Neben der Behandlung mit Aloe Vera bietet sich auch Vitamin E-Öl an, das das natürliche Nabengewebe bekämpft und stattdessen das Wachstum der gesunden Haut fördert. Vitamin E kann dem Körper dabei nicht nur durch die äußere Anwendung zugeführt werden, sondern auch durch Vitamin E reiche Ernährung, wie dem häufigen Verzehr von Nüssen.

Um gerade dunklere Narben ganz natürlich aufzuhellen ist Zitronensaft ein gutes Hausmittel. Es kann insbesondere für verstörende Narben im Gesicht oder an den Beinen Anwendung finden und verringert den Farbunterschied zwischen dem Narbengewebe und der umliegenden gesunden Hautpartie spürbar. Dazu sollten Sie den Zitronensaft regelmäßig für zehn Minuten auf die Narbe auftragen und anschließend mit warmen Wasser abspülen. Auch Apfelessig hat einen ähnlichen Effekt, wobei es im Gegensatz zu Zitronensaft die Neubildung der Haut ebenfalls fördert. Ähnlich wie Apfelessig begünstigt darüber hinaus auch Lavandelöl die Bildung gesunder Hautstrukturen. Die regelmäßige Anwendung aller hier aufgelisteten Hausmittel wird dabei jedoch zur effektiven Narbenbehandlung vorausgesetzt.

Warum sollte man Narben pflegen?

Narben bleiben im leben wohl nicht aus. Doch um die vollständige Regeneration der Haut zu begünstigen, sollten Sie möglichst frühzeitig das Narbengewebe behandeln und es anfangen zu pflegen. Die Narbenpflege sollte daher bereits nach dem Wundverschluss oder der Ziehung der Fäden nach einer Operation aufgenommen werden und ist nicht nur aus ästhetischen Gründen empfehlenswert. Auch zur Schmerz- oder Juckreizlinderung können und sollten Narben effektiv gepflegt werden. Dabei kommt vor allem der leichten Druckmassage eine wichtige Rolle zu, da das Gewebe auch noch lange nach aktiv bleibt und durch eine Massage flacher und weicher gemacht werden kann.