Stresspickel

Stresspickel

Stresspickel

Stresspickel ist ein Begriff, den Viele im Zusammenhang mit einer anstrengenden Situation verwenden. Sie wollen damit auf humorvolle Art und Weise ausdrücken, dass sie sich mit der aktuellen Situation überfordert fühlen und „gleich Stresspickel“ bekommen. Was den Wenigsten aber bekannt sein dürfte: dieser Ausspruch, so lustig er auch manchmal klingen mag, stellt eine Reaktion des Körpers auf einen Ausnahmezustand recht treffend dar.

 

Stresspickel gibt es wirklich

Der menschliche Körper ist im Prinzip hervorragend auf gefährliche Situationen eingestellt und reagiert entsprechend. Wann immer also „Gefahr“ im Verzug ist, werden wir unbewusst in einen Alarmzustand versetzt. Was im täglichen Überlebenskampf in Ausnahmesituationen dafür sorgen soll, dass wir wachsam und schnell sind, kann aber erhebliche Folgen für unser Hautbild haben. Dabei sind die verschiedensten Reaktionen der Haut denkbar. Manche reagieren mit einer sichtbaren Erschöpfung. Die Blutgefäße in der Haut werden verengt, wodurch die Haut müde und fahl wirkt. Oder aber die Haut reagiert auf den Botenstoff Histamin, der eigentlich nur Entzündungen anzeigen soll. Wird dieser im Stresszustand übermäßig produziert, zeigt sich das im Hautbild mit auffälligen roten Flecken. Die eigentlichen Stresspickel sind eine Folge der übermäßigen Produktion eines anderen Hormons. Die Stresshormone Adrenalin und Cortisol regen zwar unseren Kreislauf und unsere Aufmerksamkeit erheblich an, aber sie tun dies eben auch mit den Talgdrüsen. Diese produzieren nun zuviel körpereigenen Talg, der sich in den Poren ablagert. Gleichzeitig wird der körpereigene Heilungsprozess gehemmt, weil der Körper eben unter Strom steht und auf Gefahr reagieren soll. Dadurch entzünden sich die Poren leichter und die bekannten Stresspickel entstehen.

 

Was kann man gegen Stresspickel tun?

Da die genannten Pickel eigentlich nur als Reaktion auf den allgemeinen Gesamtzustand des Körpers auftreten, kann man sie auf verschiedene Art und Weise bekämpfen. Zum Einen kann man sich um das Symptom an sich kümmern. Dazu gibt es verschiedene Hausmittel und Cremes, die die unschöne Begleiterscheinung des Stresses entweder kaschieren oder heilen sollen. Mit einfachen Hausmitteln wie einem Kamillendampfbad kann die Haut entspannt und gereinigt werden. Zusätzlich hilft auch direkte Hitze, um die Unreinheit zu beseitigen. In schlimmeren Fällen kann der Stresspickel auch steril geöffnet und danach desinfiziert werden.

 

Welche langfristigen Methoden helfen gegen Stresspickel?

Die beste Methode, um gegen Krankheiten vorzugehen, ist bekanntlich die Vorbeugung. Um die Entstehung von Stresspickeln dauerhaft zu erschweren oder gar zu verhindern, sollte der Körper darauf trainiert werden, mit Stress umzugehen. Dafür bedarf es einer gleichmäßigen Balance im Stresslevel. Ist der Körper den größten Teil des Tages entspannt und ausgeglichen, kann er mit kurzzeitigen Stresssituationen viel besser umgehen. Die Folge: nach dem Stress kehrt er in einen Ruhezustand zurück und die Haut kann sich selbst reinigen und schützen. Nur wenn der Stresszustand für längere Zeit anhält, wird es gefährlich, weil dann keine Selbstheilungskräfte mehr aktiv werden.

Daher sollte man darauf achten, den eigenen Körper nicht an die Grenzen zu belasten. Regelmäßige Ruhepausen und ausreichender Schlaf halten die Hormone im Gleichgewicht und lassen uns in einem stressigen Alltag auch zur Ruhe kommen. Wer regelmäßig unter starkem Stress steht, sollte für sich Lösungen finden, wie er Entspannungsphasen erzeugen kann. Bewährt haben sich Autogenes Training und Entspannungstechniken bis hin zur Meditation. Oft reicht es aber auch schon, wenn man durch gezieltes ruhiges Ein- und Ausatmen selbst zur Entspannung beiträgt.

 

Langfristige Hilfe gegen Stresspickel

Wie bei vielen anderen negativen Zivilisationsleiden lassen sich auch die Stresspickel nur durch einen veränderten Lebenswandel wirksam im Zaum halten. Wer immer wieder unter Strom steht und danach körperliche Beschwerden hat, der sollte gezielt nach Betätigungen suchen, die entspannen. Eine nachweisliche Hilfe bieten da Übungen im Yoga. Durch die Konzentration auf den eigenen Körper werden bekanntermaßen verschiedene positive Effekte erzielt. Der Körper entpannt sich, die Durchblutung wird angeregt. Vor allem aber kommt man zur Ruhe und lernt Techniken, um diesen Zustand jederzeit herbeiführen zu können.

Über den Autor:

Doktor Haut

Doktor Haut beschäftigt sich gerne mit Themen der Dermatologie. Hauptsächlich behandelt er Themen zu den häufigsten Hautkrankheiten wie z. B. Akne, Neurodermitis, Lippenherpes oder auch über den lästigen Fußpilz.

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Kommentare (2)

  • Rafi

    Und was kann ich nun bei Stresspickeln wirklich tun? Ich kann doch nicht den Stress meiden, dann wäre ich ja arbeitslos…

    • Doktor Haut

      Lieber Rafi,

      vielleicht solltest Du einfach mal drüber nachdenken was das Beste für Dich ist. Es gibt für alles im Leben eine richtige Lösung.

      Viele Grüße
      Der Doc

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