Aknenarben

Narbencremes gegen Aknenarben

Welche Cremes taugen etwas bei Aknenarben

Akne tritt in drei unterschiedlichen Formen auf. Die harmloseren sind Akne vulgaris und Akne comedonica. Sie treten hauptsächlich in der Pubertät auf und verursachen nur in den seltensten Fällen Aknenarben.

Akne comedonica bezeichnet eine Talgdrüsenverstopfung, die landläufig als Mittesser bezeichnet werden. Die meisten Cremes gegen Akne auf dem Markt beziehen sich auf diese beiden Akneerkrankungen, die nur in den seltensten Fällen mit Aknenarben einhergehen. Die dritte Form der Akne hingegen ist eine Schweißdrüsenerkrankung mit entzündlichen Knoten und Abszessen und schwerken Aknenarben. Diese Entzündungen können zu Fisteln und eitrigen Entzündungen und schmerzhaften Knoten führen. Der Krankheitsverlauf ist dabei meistens in Schüben. Die Aknenarben dieses Krankheitsbildes lassen sich unterscheiden in hypertrophe Narbenbildung ( die durch unkontrolliertes Hautwachstum nach der Vernarbung entstehen) und eine atrophe Narbenbildung (“eingefallene Narben”) Zur Behandlung dieser chronischen Aknenarben, die häufig im Gesicht aber auch am Rücken auftreten kann, benötigt man spezielle Cremes oder -gels, die nicht verschreibungspflichtig sind. Aknenarben sind ganz unterschiedlich, deshalb empfiehlt es sich, für sich selber das wirkungsvollste Produkt einfach auszutesten. Die gängigsten Cremes sind zum Beispiel Bi-Oil, Dermatix Ultra Gel und Contractubex.

Bi-Oil verspricht laut Hersteller auch gleichzeitig die ungleichmäßige Hauttönung, die durch Aknenarben entsteht, zu verbessern. Durch den Zusatz von Öl verbessert Bi-Oil auch den Feuchtigkeitshaushalt der Haut. Bei Bi-Oil ist aber zu beachten, dass es Paraffinum liquidum enthält. Auf diesen Inhaltsstoff können einige Patienten poren-verstopfend (komedogen) reagieren. Die beiden anderen Cremes sind zum täglichen Gebrauch empfohlen und werden direkt nach der Wundheilung ins Narbengewebe einmassiert. Dermatix Ultra ist vor allem bei Wulstnarben und hypertrophen Aknenarben zu empfehlen, während Contractubex einen etwas gewöhnungsbedürftigen Geruch besitzt und bestehende Aknenarben kleiner und feiner erscheinen lässt.

Neben diesen transparenten Cremes sind auf dem Markt noch zwei Gels auf Silikonbasis führend. Diese empfehlenswerten Präparate heißen Scar Sil Silikon und Kelo-cote. Diese geruchlosen Cremes sind vor allem zur Vorbeugung einer Aknenarbenhypertrophie geeignet. Scar Sil ist vor allem zur Behandlung von älteren und härteren Aknenarben zu empfehlen. Kelo-cote verspricht laut Hersteller eine vorbeugende Wirkung vor überschüssiger Vernarbung und lässt rotes oder dunkles Aknenarbengewebe verblassen. Auch Kelo-cote ist vor allem für hypertrophe Aknenarben und Keloiden empfehlenswert.

 

Narbencremes gegen Aknenarben – Ein Fazit:

Zu den positiven Eigenschaften der unterschiedlichen Cremes und – gels ist aber unbedingt zu bedenken, dass die Erfolge nicht überschätzt werden sollten. Cremes gegen Akne sind keine Mittel mit Wunderwirkung.Es gibt aber viele positive Patientenerfahrungen mit den unterschiedlichen Cremes, die von einem Verblassen oder von einer Linderung ihrer Aknenarben berichten. Auf jeden Fall sollte der Einsatz von Cremes oder Gels schon im Frühstadium der Erkrankung angewendet werden um ein befriedigendes Heilungs- oder Linderungsergebnis zu erzielen.

Über den Autor:

Doktor Haut

Doktor Haut beschäftigt sich gerne mit Themen der Dermatologie. Hauptsächlich behandelt er Themen zu den häufigsten Hautkrankheiten wie z. B. Akne, Neurodermitis, Lippenherpes oder auch über den lästigen Fußpilz.

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Kommentare ( 1 )

  • Also das sieht echt schon sehr “stark” aus, gibt es wirklich eine Creme die diese Narben wieder weg bekommt? Kann ich mir irgendwie sehr schwer vorstellen.

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