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Lippenherpes Ursache und Entstehung

Lippenherpes wird von den Medizinern als Herpes labialis bezeichnet. Der auf den Lippen sichtbare Lippenherpes kann durch zwei Verursacher akut ausbrechen. Es gibt das Herpes-simplex-Virus als so genannten Typ 1 und Typ 2. Diese Viren werden in der Regel nur durch Ansteckung übertragen. Sie können über die Mundschleimhaut oder über kleine offene Wunden unbemerkt aufgenommen werden. Rasch finden die Lippenherpes Viren dann in die Nervenleitbahnen. Von der Nervenleitbahn ist es nicht weit zum nächsten Nervenknoten und schon ist ein Mensch auf Dauer mit Herpes infiziert. Das Herpes labialis arbeitet effektiv im Körper des Menschen, denn diese Virus ist vom Eintritt in den Körper an eine echte Infektion. Anfangs kann der Körper noch gegen die Viren von Typ1 und Typ 2 ankämpfen. Jedes gesunde Immunsystem schafft es, mit den dem Virus fertig zu werden. Doch der Lippenherpes kann sich perfekt im Körper tarnen, es kann sich in jedem Zellkern einer einzelnen Nervenzelle unsichtbar machen. Auch das gesündeste Immunsystem hat dann keine Chance mehr, seine Arbeit im Kampf gegen das humane Herpesvirus effektiv zu erledigen. Die Herpesviren werden nicht mehr angegriffen, da sie nicht erkannt werden und schon ist ein Mensch endgültig infiziert. Eine leichte Berührung, ein Kuss und viele andere unbedachte Momente können so zu einem langen Leidenswege führen. Das gut versteckte Virus Labialis lauert im Versteck auf jede Möglichkeit wieder sichtbar auszubrechen. Der Virus kann dann im Versteck weitere Viren Labialis produzieren. Jede Infektion, die nach der Erstinfektion erfolgt, wird Zweitinfektion genannt.

Die häufigsten Gründe für die zweite Infektion sind Stress, bakterielle Entzündungen im Körper, Sonnenbrand, kleine Verletzungen, die zu einem langwierigen Heilungsprozess führen und das Immunsystem des Körpers schwächen und die die Nervenganglien reizen sowie generell jede Hautreizung. Auch Fieber und Fieberschübe können immer wieder eine neue Infektion auslösen. Überempfindliche Menschen können schon zweite Infektionen bekommen, wenn sie einen Ekel vor etwas fühlen. Das Herpes Labialis ist daher für viele Menschen eine sehr ernstzunehmende Infektion, weil sie häufig von den sichtbaren Lippenbläschen gequält werden.

 

Die Symptome

symptome-lippenherpesJede Zweitinfektion ist vom betroffenen Infizierten leicht zu bemerken. Der Lippenherpes kündigt sich durch ein leichtes Spannungsgefühl auf der empfindlichen Lippenhaut und der Haut neben der Lippe an. Menschen, die unter Schüben des Herpes Labialis leiden, wissen sogleich, dass sich die sichtbare Infektion dann schon nicht mehr verhindern lässt. Das Spannungsgefühl wird von einem leichten Juckreiz begleitet, dem kaum ein Mensch widerstehen kann, so dass zum sichtbaren Herpesausschlag dann noch eine weitere Entzündung hinzutreten kann. Die infizierte Person reibt die juckende Stelle oder beißt sich womöglich auf die Lippe, um den Juckreiz zu lindern. Sobald das erste Spannungsgefühl aufgetreten ist, bilden sich auch schon die so unbeliebten für die Herpesinfektion typischen Bläschen. Diese können Schmerzen verursachen. Nach wenigen Stunden können diese Bläschen dann platzen und ein leichtes Eitersekret absondern. Da dieser Absonderungsprozess während einer einzigen Infektion mehrfach erfolgen kann, bilden sich Verkrustungen, die aus den getrockneten Hautpartikeln und dem Eitersekret bestehen. Infizierte, die nun keine Geduld haben und wieder und wieder auf ihrer Lippe beißen, vergrößern die entzündete Stelle auf der Haut. Die Entzündung kann sich dann auch in den Schleimhautbereich des Mundes ausdehnen. Bei besonders empfindlichen oder auch ungeduldigen Menschen kann es zu lebensgefährlichen Schwellungen der Lymphknoten kommen. Dies betrifft aber in erster Linie Allergiker, deren Immunsystem insgesamt gestört ist.

Lippenherpes wird von vielen Menschen nicht ernst sondern als gegeben hingenommen. Viele Menschen haben auch das Glück, das die Zweitinfektionen des Lippenherpes immer sehr milde und kaum sichtbar verlaufen. Insbesondere nach dem Sonnenbad kann sich eine leichte Form des Herpes Labialis bilden, die für viele genauso unbeachtlich ist wie eine leichte Sonnenakne, weil sie an der Luft im Sonnenschein und im Wasser von alleine ausheilt. Menschen, die häufig Probleme mit den kleinen Lippenbläschen haben oder deren Infektionen sich verschlimmern, sollten zur Sicherheit den Arzt aufsuchen. Mit bloßem Auge ist die Qualität der kleinen Bläschen beim Lippenherpes oft nicht erkennbar. Der Laie nimmt nur die gesamte entzündete Stelle und seine Schmerzen wahr. Doch wenn die Entzündungen langwieriger und heftiger werden, suchen die meisten Menschen von alleine einen Arzt auf oder suchen einen ersten Rat in einer Apotheke. Wenn die Bläschenbildung und die Vereiterungen kein Ende nehmen, kann auch nur noch ein Arzt helfen, der nach einem eingehenden Blutbild das Zentrum der Immunschwäche ausmachen kann. Erst nach einem Blutbild kann ein Arzt bei schwerwiegenden Entzündungen entscheiden, ob alternative Heilmethoden oder herkömmliche Mittel eingesetzt werden sollten oder ob eine ganz andere Krankheit, die sich im Körper versteck hat, bekämpft werden muss. Auch eine andere bakterielle Entzündung kann den Körper derart schwächen, dass die Viren des Lippenherpes unerbittlich zuschlagen, sich in den Nervenzellen vermehren und sich im Körper ausbreiten um dann als Bläschen des Herpes Labialis zusätzlich zur Grundinfektion sichtbar aufzutreten.

 
 

Die Diagnose

herpes-diagnoseDa der Lippenherpes fast die einzige Krankheit ist, bei der sich auf Lippen und Haut sowie im Mundschleimbereich Bläschen bilden, ist die Diagnose des Herpes Labialis leicht getroffen. Ein Apotheker erkennt die Krankheit auf Anhieb und Menschen, die sie nur ein einziges Mal als Zweitinfektion durchlebt haben, erkennen sie natürlich auch sofort. Sobald das leichte Spannungsgefühl und der eintretende Juckreiz sich melden, steht die Selbst-Diagnose fest: Der Lippenherpes befindet sich im Anfangsstadium und schon bald haben die Viren wieder ihr Ziel erreicht und es werden sich eitrige Bläschen auf einer kleineren oder auch größeren Fläche der Lippen bilden. Typisch für den Lippenherpes sind im Höhepunkt der Infektion also die eitrigen Bläschen, die von alleine aufplatzen und zu Verkrustungen führen, die wiederum aufplatzen können und die Wunde und den entzündeten Viren-Herd erweitern können. Diese Infektion kann sich dann kreisrund und zu allen anderen Formen bis hoch zur Nase ausbreiten. Spätestens in diesem Moment muss ein verantwortungsvoller Apotheker an einen Facharzt verweisen. In der Regel erkennt der Hautarzt auf einen Blick das Problem und kann eine erste leichte Medikation verschreiben. Ein weiterer sicherer Hinweis auf einen akuten Herpes labialis sind geschwollene Lymphknoten. Auch dieses Moment erkennen die betroffenen Kranken in der Regel sofort selbst, denn die Lymphknoten, die anschwellen, verursachen normalerweise Spannungen und immer auch leichte Schmerzen. Außerdem können diese Verdickungen im Bereich der Lymphknoten leicht als Verhärtung mit der Hand gefühlt werden.

Ein Arzt, der ein aktuelles Blutbild während einer Zweitinfektion der infizierten Person zur Verfügung hat, kann einiges aus diesen Blutwerten als Diagnose lesen. Jeder Mensch, der die Viren des gemeinen Herpes versteckt im Körper trägt, verfügt auch über die vom Immunsystem selbst gebildeten Antikörper, die bei der Erstinfektion im Kampf gegen die sichtbaren Viren gebildet worden sind. Auch diese Antikörper verbleiben ein Leben lang im Körper. Mit dem Nachweis des Antikörpers gehen die Ärzte heute in der überwiegenden Zahl der Krankheitsfälle von einer Infektion mit dem Herpes Labialis des Typs 1 aus. Doch auch der Lippenherpes Typ 2 wird von jedem Hautarzt anhand des Blutbildes sogleich erkannt. Beide Viren sehen ähnlich aus, auch die Antikörper sind sich ähnlich. Doch der kleine Unterschied kann entscheidend sein. Hat eine infizierte Person erst einmal einen Arzt aufgesucht, dann hat sie die ständigen Entzündungen des Lippenherpes auch als störend empfunden. Doch der Arzt entscheidet, wie stark die Medikamente im Kampf gegen den Lippenherpes sein sollen. Häufig können statt Tabletten auch schon Cremes und eine gesunde Lebensweise Abhilfe schaffen. Es gilt Sonnenbrand und extreme Belastungen sowie die Schwächung des Immunsystems zu vermeiden.

 

Therapieformen

Sollte ein Arzt feststellen, dass es sich bei den eitrigen Bläschen auf der Lippe in der Tat um den Ausbruch von Viren des Herpes Labialis handelt, so wird er mit Hilfe des Blutbildes eine Therapieform für den Patienten wählen. Es gilt die gesamte körperliche Verfassung der mit Lippenherpes infizierten Person wahrzunehmen. Damit das gesamte Bild der Symptome und der Ursachen einen Sinn macht, können auch Gespräche mit dem Patienten hilfreich sein. Nicht selten tragen Umweltbelastungen, psychische Probleme und Stress zu einem Ausbruch des Lippenherpes bei.

Doch nicht nur der Arzt bestimmt, ob eine Therapie im Kampf gegen Lippenherpes sinnvoll ist. In erster Linie geht es auch um das Wohlbefinden des Patienten. Wenn der Patient die Symptome des Lippenherpes als sehr störend empfindet, sollte ein Weg zur schonenden Behandlung gefunden werden. Nicht nur die Infektion mit den Viren des Lippenherpes sondern auch die psychische Belastung, die durch die dauernd auftretenden unschönen Bläschen verursacht werden, müssen in die ärztlichen Erwägungen einbezogen werden. Hinzu kommt die Belastung durch die häufig aufgeplatzte Lippe, die schmerzhaft ist und auch den Geschmack beeinträchtigen kann. Blut und Eitersekret können leicht salzig schmecken und so kann eine wegen Lippenherpes entzündete Lippe auch das leckerste Menü mit feinen Aromen völlig ruinieren. Daher sollte der Arzt nicht nur einen Blick auf die Haut sondern auch auf die Seele des Patienten werfen. Lippenherpes von neu infizierten Patienten, der kaum als störend wahrgenommen wird, muss aber nicht unbedingt behandelt werden.

In der modernen Therapielandschaft kommen im Kampf gegen die Lippenherpes auslösenden Viren virenhemmende Wirkstoffe zum Einsatz. Salben, Infusionen und Pflaster sind derzeit auf dem Markt im Angebot. Da jeder Patient eine unterschiedliche Empfindlichkeit beim Auftreten des Lippenherpes hat, sollte jeder Lippenherpes auch individuell nach der Diagnose des Arztes behandelt werden. Für einige Patienten reicht eine leichte Salbe aus, die rasch Linderung bringt und den Herpes nach und nach abheilen lässt. Andere Patienten haben mit dem Aussehen des Lippenherpes ein Problem und bevorzugen die kleinen unsichtbaren Pflaster. Diese Pflaster, die auf die Bläschen und die gesamte entzündete Stelle aufgelegt werden können, sind auch leicht zu überschminken So ist für viele Menschen, die an wiederkehrenden Infektion des Lippenherpes leiden, der eine oder andere Abend mit Freunden gerettet – denn der Lippenherpes wird einfach überschminkt. Doch im Kampf gegen die Viren, die sich bereits regelmäßig großflächig ausbreiten, helfen nur noch Infusionen, die ihre Wirkstoffe gegen den Lippenherpes im ganzen Körper bis zu den Verstecken der Viren ausbreiten.

 

Risiken der Therapie

Ein stark ausgebreiteter Lippenherpes, der immer wieder zur Bläschenbildung führt, kann auf Dauer zu weiteren Krankheiten im Körper führen. Daher sollte Herpes, der in raschen Abständen auftritt, immer von einem Arzt beobachtet werden. Doch auch die Therapie gegen den Lippenherpes kann Gefahren bergen. Häufig reagieren empfindlichen Menschen auf die Stoffe in den Salben, die es auch in jeder Apotheke zu kaufen gibt, allergisch. Dann kann nur noch ein Arzt über eine alternative Behandlungsmethode entscheiden.

Auf jeden Fall sollte Lippenherpes von Anfang an im Blick behalten werden, denn so kann verantwortungsvoll jede weitere Infizierung anderer Menschen verhindert werden.
 
 
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