Komedonen

Komedonen – Was ist das?

Komedonen – lästige Begleiter

Heutzutage spricht niemand mehr von parasitären Würmern, die sich in der Haut einnisteten und sich vom Menschen ernähren würden – das war noch vor dreihundert Jahren die Erklärung für Komedonen. Doch auch mit medizinischer Kenntnis von den wahren Ursachen für Mitesser, so der andere, populäre Name für Komedonen, wird die Akzeptanz dieser lästigen Hautverunreinigungen kaum größer

 

Wie bilden sich Komedonen?

Komedonen sind Ausblühungen der ‚Acne Comedonica‘ (eingedeutscht: Akne), welche sichtbar werden, wenn Porenkanäle der Haut von Talgabsonderungen verstopft werden und daraufhin unter angestautem Druck durch die anhaltende Talgproduktion erweitert werden. Die Verstopfung wird verursacht durch Hornzellen (Corneozyten), die mit dem im Talgdrüsenfollikel produzierten Hauttalg einen Stopfen am Ausgang bilden und den weiter produzierten Talg darunter am Austreten hindern. Kommt dann noch eine Entzündung hinzu, wird vom bekannten ‚Pickel‘ gesprochen. Alle diese Hauterscheinungen treten gern im Gesicht auf, besonders auf der Stirn, der Nase, am Kinn. Häufigkeiten sind zu sehen bei pubertierenden Jugendlichen, besonders männlichen Geschlechts. Für die Hornbildung am Ausgang der Talgdrüse gibt es den Begriff der ‚Hyperkeratose‘. Stoffwechselveränderungen können der Auslöser für diese verstärkte Hornbildung sein, wie es eben die Pubertät mit Mitessern und Pickeln in dieser Periode der Irritationen im Hormon- und Stoffwechselhaushalt ausmacht.

 

Welche Komedonenarten gibt es?

Komedonen

Komedonen auf der Stirn

Es können vier Arten an Komedonen aufgezählt werden: offene Komedonen, deren Verschlusskappe aus dem Hornpfropfen noch nicht dicht ist (gelb anzuschauen), weiße Mitesser mit ihrer Kuppel des abdichtenden Hornpropfens; schwarze Mitesser, die ihre Farbe von einer Oxidierung der Pfropfoberfläche bekommen – und die entzündete Form eines beliebigen Mitessers: der Pickel. Der landläufige Glaube, die schwarzen Mitesserpunkte auf der Haut wären die Folge von Verschmutzungen, ist unzutreffend. Gerade die schwarzen Mitesser ähneln doch sehr Würmern mit einem ‚Kopf‘-Segment, wenn sie denn herausgedrückt werden. Das ist es, was zu dem Irrglauben geführt haben muss, es handele sich um solch einen Parasitenbefall und nicht um eine körpereigene Talgansammlung.

 

Wie werden Komedonen am besten behandelt?

Das verbreiteste ‚Hausmittel‘ dürfte jedem bekannt sein: das Ausdrücken von Mitessern und Pickeln. Dabei wird eine erkannte Talgverstopfung gewaltsam gesprengt, indem mit zwei Fingernägeln von zwei Seiten her Druck ausgeübt wird, der zur Eruption des Hornpfropfens führt und den angestauten Talg entweichen lässt – in flüssiger oder zähmassiger Form. Von dieser Behandlungsmethode wird von Ärzten jedoch abgeraten, da dies alles andere als hygienisch ist, eventueller Eiter verbreitet und neue Infektionen erzeugt werden. Oder die Erreger werden in tiefere Hautregionen gedrückt. Die Bemühungen richten sich aus auf die Entfernung der Pfropfen auf andere Weise. Dazu werden Clean-Up-Strips verwendet, die ähnlich arbeiten wie Enthaarungsklebepflaster. Ein weniger ruppiges Verfahren ist Peeling. Salicylsäure, auf der Haut aufgetragen, trägt die oberste Hautschicht ab und öffnet dabei die verstopften Follikelenden. Gesichtsmasken und Heilerden im Auftrag sollen Talg absaugen und aufnehmen. Im Gebrauch sind ferner Komedonenheber und Kanülen zur mechanischen Öffnung von Pfropfen; während den Inhalt des Follikels zu entfernen allerdings körpereigenen Fresszellen überlassen wird.

Fazit

Komedonen sind nicht gefährlich, aber lästig. Wer sie im Gesicht hat, setzt sich dem Vorwurf mangelnder Reinlichkeit aus. Dermatologische und kosmetische Behandlungen zielen darauf ab, den Talggehalt der Haut herabzusetzen und vorhandene Horn-Talg-Pfropfen zu entfernen, um die angefüllten Talgdrüsenfollikel zu entleeren.

Author Info

Doktor Haut

Doktor Haut beschäftigt sich gerne mit Themen der Dermatologie. Hauptsächlich behandelt er Themen zu den häufigsten Hautkrankheiten wie z. B. Akne, Neurodermitis, Lippenherpes oder auch über den lästigen Fußpilz.

Comment ( 1 )

  • Susi

    JAAAAA, die kleinen fiesen Komedonen. Aber was soll man machen? Ich für meinen Teil bekomme sie einfach nicht in den Griff =/

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