Rosacea

Rosacea ist die Folgeerkrankung der harmloseren Variante Couperose. Dabei handelt es sich um den schlimmsten Grad einer flächendeckenden Hautentzündung. Einfache Hausmittel können in vielen Fällen nichts mehr anrichten, sodass eine effektivere Methode durch einen Dermatologen angewandt werden muss. Bei Rosacea handelt es sich also um eine chronische Erkrankung, die überwiegend auf Stirn, Nase, Kinn und Wangen vorkommt. Etwa vier Millionen Menschen sind von Rosacea betroffen, die wenigsten wissen um sie. So könnte bereits im Stadium der Couperose einiges zum Heilungsprozess beigetragen werden. Viele verwechseln die auffälligen Symptome mit einer Allergie oder gehen mit starken Akne-Medikamenten gegen diese vor.

 

Welche Ursachen hat Rosacea?

Die wirklichen Ursachen von Rosacea sind ziemlich unbekannt. Man vermutet aber viele unterschiedliche Faktoren, die dazu beitragen, dass die Rosacea auftritt. Im Grunde handelt es sich um einen Prozess, der die Gefäße, die Arterien und Venen, belastet. Diese verdicken sich im Laufe der Zeit und verstopfen, sodass sich blaue oder dunkelrote Adern abbilden. Im weiteren Verlauf bilden sich sogar knollenartige Verwebungen, die sich in so genannten Knollennasen äußern. Diese können dann nur noch operativ behandelt werden.

 

Woran erkennt man Rosacea?

Rosacea im Gesicht

Ältere Dame mit Rosacea

Rosacea wird häufig mit der harmloseren Variante der Couperose verwechselt und entsprechend falsch behandelt. So durchläuft die Rosacea zunächst also sehr harmlose Stadien, ehe sie diese schlimmen Formen annimmt. In Art und Ausprägung gibt es weitere Unterschiede, welche immer unterschiedlich ausfallen können. So können bestimmte Formen sogar die Augen befallen und die inneren Strukturen der Augen verändern. Dabei entzünden sich die Bindehaut und die Augenlieder stark, es kommt zum Sehverlust und der Betroffene leidet unter starkem Juckreiz und anderen Symptomen.

Dann gibt es noch die akute Form der Rosacea, welche sehr stark ausgeprägt ist und sich nur binnen weniger Wochen äußert. Die Symptome sind sehr akut und müssen zeitnah und möglichst schnell behandelt werden. Normalerweise sind davon nur junge Frauen betroffen, bei Männern kommt diese Form eher selten vor. Tritt diese Form einmal auf, so kehrt sie meist auch nicht wieder, – ein Vorteil bei dieser Form der Rosacea.

Wurde die Krankheit bereits wochenlang mit Antibiotika behandelt, so entsteht eine spezielle Bakterienform, welche sich in einer gesonderten Form der Rosacea äußert. Hier treten starke Entzündungen auf und es kommt zu weiteren Symptomen. In den meisten Fällen muss hier das Antibiotikum gewechselt werden.

Eine weitere untergeordnete Form der Rosacea tritt dann auf, wenn eine Therapie gegen Rosacea endet. Durch das Absetzen der Medikamente kommt es zu einer ersten heftigen Verschlimmerung der Rosacea. Eine Behandlung mit Medikamenten ist aus diesem Grund eher nicht zu empfehlen und nur in wenigen Ausnahmefällen wirklich sinnvoll oder die einzige Alternative.

 

Die Symptome der Rosacea

Bei der Rosacea werden verschiedene Schweregrade unterschieden, die Symptome können aber auch darunter variieren, sodass der aktuelle Grad der Rosacea nicht zu 100 Prozent genau getroffen werden kann.

Im Vorstadium der Rosacea kommt es zu sehr flüchtigen und schnell wieder verschwindenden Hautrötungen. Diese werden überwiegend durch bestimmte Reize hervorgerufen, beispielsweise wenn man im Winter in eine warme Wohnung geht oder etwas Scharfes isst. Die Rötungen halten länger als normalerweise an und fallen einer zweiten Person durchaus auf. Durchläuft der Patient das erste Stadium, so kommt es zu ersten kleinen, aber unauffälligen, Gefäßerweiterungen in der Gesichtshaut. Die Haut wirkt in erster Linie trocken und spannt, ab und an können sich Schuppen bilden. Auch Juckreiz oder Brennen kann auftreten.

Im zweiten Schweregrad treten zusätzlich kleine Pusteln auf und so genannte Papeln, auch Knötchen genannt, zeigen sich an den betroffenen Stellen. Diese können dann gerötet sein und über mehrere Wochen lang anhalten. Auch kleine Lymphödeme können sich bilden. Das dritte Stadium der Rosacea ist dann nicht mehr ohne die Hilfe eines Arztes zu behandeln. So vergrößert sich das Bindegewebe krankhaft und auch die Talgdrüsen in der Haut verändern sich. Unschöne, knollige Wucherungen zeigen sich und die Betroffenen fühlen sich merklich unwohl in ihrer Haut.

 

Erste Anzeichen einer Rosacea (Couperose) erkennen

Um eine Behandlung erfolgreich zu machen sollte man bereits die ersten Anzeichen ernst nehmen und zumindest erste Hausmittel verwenden, um einem Ausbruch der Hautkrankheit vorzubeugen. So gibt es in jeder Hausapotheke ausreichend Mittel, welche vorbeugend durchaus helfen können. Auch im ersten Grad der Rosacea lässt sich diese noch sehr gut einschränken.
Wer beispielsweise scharfe Lebensmittel zu sich nimmt und darauf mit Hautrötungen reagiert, der sollte sich erste Gedanken machen. Auch wenn der Wechsel von Außentemperatur zu Raumtemperatur Beschwerden erzeugt, sollte man an eine Couperose denken. Kleine Äderchen sind ebenfalls ein Hinweis, Rötungen und Juckreiz, eine gespannte Haut und ein allgemeines Unwohlsein sollten ernst genommen werden.

 

Wie kann Rosacea behandelt werden?

Rosacea behandel

Bei der Behandlung gibt es mehrere Möglichkeiten

Mittlerweile kann die Rosacea sehr gut behandelt werden und mit Hilfe verschiedenster Techniken fast narbenlos verschwinden. Allerdings muss dafür zunächst die richtige Diagnose gestellt werden, ehe man sich mit der Behandlung auseinandersetzen kann. Der Hautarzt erkennt eine Rosacea an typischen Symptomen und führt einige Hautuntersuchungen durch. Die Haut der Patienten ist oft auffällig verdickt und großporig. Sie ist oft gerötet und reagiert leicht auf Veränderungen des Klimas oder des Wetters. In einigen Fällen nimmt der Hautarzt sogar Hautproben. Damit können ähnliche Krankheiten ausgeschlossen, und die Diagnostik erleichtert werden. So ähnelt die Schmetterlingsflechte vielen anderen Hautkrankheiten, so auch der Rosacea. Ebenso ist die Kosmetik-Akne ein bekanntes Problem und kann ebenfalls mit der selteneren Rosacea verwechselt werden. Auch Lupus fällt in ein ähnliches Schema.

Rosacea kann beispielsweise mit Medikamenten behandelt werden, was jedoch aus oben genannten Gründen nicht immer die richtige Entscheidung ist. Allerdings hat die Medizin auch in dieser Hinsicht einige Fortschritte gemacht, sodass auch medikamentöse Therapien sicherer werden. Die Beschwerden lassen sich meist durch leichte Medikamente reduzieren und eindämmen, worüber viele Betroffene sehr dankbar sind.

Auch Salben oder Gels können noch im Anfangsstadium einer Rosacea verwendet werden. So ist dies natürlich die einfachste Methode, um Rosacea zu behandeln. Als Grundlage dienen immer diverse Nährstoffe wie etwa ein Antibiotikum und Azelainsäure. Sie haben einen entzündungshemmenden Effekt, – zumindest geht man bislang davon aus. Auch das Immunsystem soll durch die Anwendung gestärkt werden. In Amerika gibt es aktuell ein spezielles Gel mit dem Wirkstoff Brimonidin, wobei sich die Blutgefäße in der Gesichtshaut zusammenziehen und Rötungen reduziert werden können. Leider kann die Rosacea nach Absetzen der Medikamente zurückkehren und verstärkte Symptome zeigen.

Auch die Tablettenform kann als Therapie dienen und in einigen Fällen eine Alternative zu den Salben darstellen. Sie ziehen aber leider stärkere Nebenwirkungen nach sich, sodass Salben zunächst vorzuziehen sind. Zeigen diese jedoch keinen Erfolg, so kann auf die Medikamente umgestiegen werden. Mit einer Rosacea muss man also nicht leben.

Wer den Gang zum Arzt nicht scheut, der kann sich mit Hilfe von speziellen Lasermethoden und Verödungen behandeln lassen. Dabei werden die Adern mit Lichtstrahlen beschossen, sodass die Gefäße sich zurück ziehen. Auch elektrische Impulse können dabei helfen, dass die gestörten und erweiterten Gefäße verschwinden.

 

Wie kann Rosacea vorgebeugt werden?

Bereits einfache Maßnahmen können entscheidend dafür sein, wie sich die Rosacea entwickelt. Wer früh reagiert, der hat gute Chancen auf langfristige Heilung. Wer Medikamenten und Lasern aus dem Weg gehen kann, der sollte sich gute Präventionsmaßnahmen aneignen. So wurde für Betroffene sogar eine spezielle Rosacea-Diät entwickelt, an die sich Erkrankte halten können. Dabei sollen Betroffene auf scharfe Speisen und Gewürze verzichten und Alkohol meiden. Diese können eine Gefäßerweiterung begünstigen. Auch eine gesunde und ausgewogene Ernährung steht auf dem Plan, ungesunde Lebensmittel und Fast-Food gehört ohnehin auf keinen Speiseplan. Wer weniger Fett und Zucker zu sich nimmt, der sorgt für klarere Poren und kann damit die Rosacea sehr positiv beeinflussen. So ist es sicherlich sinnvoll auch mit dem Rauchen aufzuhören, sollte dies zum täglichen Alltag gehören. Auch Nikotin und Teer wirkt sich auf das Hautbild aus, sodass auch hier die Poren extrem leiden.

Neben all den genannten Faktoren gehört auch die psychische Belastung zu einem der Probleme. Stress und Hektik kann sich sicherlich nicht gerade positiv auswirken. Ebenso gelten Saunabesuche und heftige Kalt-Warm-Wechsel nicht aufs Programm von Rosacea Patienten.

Wer sich an all diese Faktoren hält und mit einigen Hausmitteln gegen Rosacea vorbeugt, der wird künftig auch nicht mehr von den lästigen Gefäßerweiterungen geplagt.