Couperose

Hautkrankheiten machen vielen Menschen zu schaffen, besonders schlimm ist es aber, wenn diese nicht richtig diagnostiziert werden. So ergeht es vielen Patienten, die an der seltenen Hauterkrankung Couperose leiden. Zu Deutsch ist sie auch unter den Namen Kupferrose oder Kupferröte bekannt, – den meisten jedoch kaum ein Begriff. Meist wird sie auch mit der Hautkrankheit Rosacea verwechselt, welche zwar ähnlich verläuft, sich jedoch völlig anders behandeln lässt. Doch wie genau äußert sich die Krankheit Couperose, welche Symptome treten auf und wie stellt man die Diagnose? Und was viele Menschen noch viel brennender interessiert, weshalb erkrankt man überhaupt an der Couperose und wie kann sie erfolgreich behandelt werden?

 

Couperose – Krankheitsbild, Ursachen und Diagnose

Couperose kann vererbt werden

Couperose kann vererbt werden

Grundsätzlich lässt sich über die Hautkrankheit Couperose sagen, dass diese genetisch bedingt auftritt. Sie liegt keiner viralen oder bakteriellen Infektion zu Grunde, sondern ist den eigenen Genen geschuldet. Somit ist auch auszuschließen, dass die Couperose ansteckend für andere Mitmenschen ist, oder man sich besonders rücksichtsvoll verhalten sollte. Couperose selbst beginnt mit kleinen, feinen und dennoch deutlich sichtbaren Äderchen im Gesicht. Einige von ihnen bleiben dauerhaft erhalten und breiten sich mit der Zeit ebenso sichtbar aus. In den meisten Fällen wird die Couperose von einer sehr trockenen und empfindlichen Haut begleitet, häufig im Bereich der Nase, der Wangen und auch auf dem Dekolletés. Patienten mit Couperose leiden meist an den deutlich geröteten Wangen und Hautstellen, welche sich gleichermaßen trocken und damit etwas „rissig“ zeigen. Die Haut wird mit der Zeit empfindlich, auch verschiedenen Cremes oder Makeup gegenüber, was vor allem für Frauen ein kosmetisches Problem darstellt und stark am Selbstvertrauen kratzt.

 

Ursachen für die Couperose

Ursächlich ist zum einen die genetische Veranlagung der Couperose, welche meist mit einer Schwäche der Gefäßwände und des Bindegewebes einhergehen. Das Bindegewebe stellt eine wichtige Leitfunktion, zwischen der „Epidermis“ und den darunter liegenden Organen, dar. Ist dieses von Haus aus geschwächt, so können sich Missbildungen und Infektionen leichter bilden. Gleiches gilt für geschwächte Gefäße, welche ihre Schutzfunktionen nicht mehr übernehmen können, und buchstäblich reißen oder instabil werden. Im Bindegewebe und den Gefäßen der Haut wird unter anderem auch die Temperatur des menschlichen Körpers geregelt und gleichermaßen an das Herz-Kreislauf-System weitergegeben. Weiten sich die Gefäße aufgrund von Instabilität, so kann diese Aufgabe nur noch bedingt ausgeführt werden.

Vor allem Menschen mit heller Haut (keltischer Typ) und Personen mit einer sehr  sensiblen Haut sind öfter betroffen. Hinzu kommt die genetische Veranlagung.

 

So erkennt man Couperose rechtzeitig

couperose

Couperose erkennen.

Die Couperose ist in sehr jungen Jahren noch relativ selten und tritt meist erst ab einem Alter von etwa 30 Jahren auf. Die Kupferrose oder Couperose ist dabei aber nur eine Frühform der Rosazea und wird meist schon mit ihr verwechselt. Ärzte sprechen daher häufiger von Rosazea im Stadium 1. Erkennbar ist die Couperose, wenn auf Nase und Wangen zunächst nur auffällige und vorrübergehende Rötungen eintreten. Beispielsweise wenn man nach einem kalten Winterspaziergang einige Stunden danach noch glühende Wangen hat. Passiert dies, so handelt es sich um eine Stauung in den Kapillargefäßen. Je länger die Stauung, bzw. die Rötung, anhält, desto länger werden die Gefäße strapaziert. Dadurch kommt es dann im weiteren Verlauf zu Neubildungen von Gefäßen durch Ausstülpungen und verschiedener Verzweigungen. Die neuen Gefäße sind elastischer und weiten sich schneller, was die betroffene Person an den immer stärker werdenden Rötungen erkennen kann. Sind arterielle Gefäße betroffen, so leuchtet die Haut zunächst rot, später kann eine venöse Gefäßverstopfung vorliegen, sodass sich die Adern blau bis dunkelrot färben.

Stadien der Couperose – Rosazea

Grad 1 – mehrstündige Rötungen durch leichte Gefäßerweiterungen

Grad 2 – kleine Pusteln und größere Knoten im Hautbild, ähneln dem Verlauf von Akne

Grad 3 – deutliche Vergrößerungen der Talgdrüsen im kompletten Gesicht, überwiegend auf Nase und Wangen

Bei Auffälligkeiten einer Couperose, also einem Krankheitsbild des Grades 1 entsprechend, sollte ein Hautarzt und Spezialist aufgesucht werden. Dank dem heutigen, medizinischen Fortschritt kann das Anfangsstadium bereits umfangreich behandelt werden.

 

Die Symptome der Couperose

Da die Couperose erblich bedingt ist, werden die meisten Menschen diese auch nicht vor Ausbruch der Krankheit erkennen. Allerdings lässt sich schon früh ausmachen, ob denn das Bindegewebe und die Gefäße ihre normalen Funktionen ausführen können oder nicht. Wer im engeren Familienkreis Couperose Patienten hat, der kann sich frühzeitig einem Dermatologen vorstellen. Gegen geschwächtes Bindegewebe oder erweiterte Gefäße kann man nämlich bereits früh etwas unternehmen. So kann man im besten Falle einem Ausbruch vorbeugen.

Rötungen auf Nase, Dekolletés und Wangen
Sichtbare Adern
Trockene und gereizte Haut

 

Wie wird die Couperose behandelt?

Couperose ist definitiv eine Erkrankung mit starken psychischen Belastungsstufen. Dabei kann man die Couperose, das Anfangsstadium der Rosacea, relativ gut behandeln. Zunächst ist jedoch wichtig, viele auslösende Faktoren künftig zu vermeiden. So kann ein erhöhter Alkoholkonsum dazu beitragen, dass die Gefäßerweiterungen und die Bindegewebsschwäche schneller voranschreiten. Auch Saunabesuche und extremer Sport können hinderlich für den Heilungsprozess sein. Auch viel Sonne, starke Temperaturschwankungen, viel Kaffee oder schwarzer Tee und sehr scharfes essen gelten als Auslöser für Couperose. Hier auf diese Dinge künftig verzichten zu müssen, kann schon eine einschneidende Lebensveränderung für viele Patienten bedeuten.

 

Welche Möglichkeiten der Behandlung gibt es?

In den meisten Fällen werden zunächst schonendere und einfachere Behandlungsmethoden versucht. So wird der Dermatologe zunächst mit medizinisch-kosmetischen Methoden versuchen, den fortschreitenden Verlauf der Couperose zu stoppen. Schlagen hier Medikamente und kosmetische Versuche nicht an, so kann man über eine Laser- oder IPL-Behandlung nachdenken. Auch eine Kombination aus beiden Behandlungsmethoden ist nicht unüblich und führt nicht selten zum Erfolg.

 

Die medizinische Kosmetik

Die medizinische Kosmetik umfasst mehrere Behandlungsmöglichkeiten. Zunächst werden Cremes und Hautpflegeprodukte für die eigene Behandlung zuhause verschrieben. Sie werden nach einer umfangreichen computergestützten Hautanalyse bestimmt und ausgehändigt. Im Anschluss daran können fachmännische Tiefenreinigungsprogramme vom Kosmetiker durchgeführt werden, um die Gefäße zu reinigen und zu verkleinern. Dies ist auch das Ziel einer Mikrodermabrasion und einer gezielt eingesetzten Lymphdrainage.

 

Die IPL- und Lasermethoden

Bereits bestehende Gefäßerweiterungen mit roten oder blau hervorstechenden Adern können folglich nur noch per Laser behandelt werden. Glücklicherweise steht der Medizin heute modernste Technologie zur Verfügung, sodass die betroffenen Gefäße ganz gezielt behandelt werden können. Die Rötungen gehen deutlich zurück und der natürliche Teint tritt wieder hervor. Binnen vier Wochen ist eine solche Behandlung abgeschlossen, oft werden aber bis zu acht schmerzfreier Behandlungen nötig sein.

Die IPL Technik basiert auf hochenergetischem Blitzlicht und Farbstofflasern. Diese Technik ist relativ neu, aber wirksam, sodass beispielsweise blaue Adern und bereits entzündete Adern und Knoten aufgelöst werden können. Der wohl größte Vorteil dieser Behandlung liegt daran, dass diese Methoden so wirksam sind, dass auf medikamentöse Einnahmen verzichtet werden kann.

 

Couperose effektiv mit Hausmitteln bekämpfen

Da es sich bei der Couperose um das Anfangsstadium einer beginnenden Rosacea handelt, kann man zunächst mit einfachen Hausmitteln versuchen, diese in den Griff zu bekommen. Auch eine Anpassung schlechter Gewohnheiten kann hilfreich sein, vor allem im Bereich der Ernährung. So kann bereits eine Ernährungsumstellung wahre Wunder wirken.

  • Gegen rote Äderchen helfen hautberuhigende Öle wie Nachtkerzenöl, Traubenkernöl, Wildrosenöl oder hochwertige Linolensäure.
  • Viel Vitamin-C-haltiges Obst und Gemüse verzehren, um Äderchen im Gesicht vorzubeugen.
  • Zur Stärkung des Bindegewebes kann eine entspannende Gesichtsmassage helfen, sodass das Blut besser zirkulieren kann. Bestenfalls verwendet man dazu Mandel- oder Olivenöl.
  • Gesichtsmasken tragen zur Entspannung bei und lindern die Rötungen und Anzeichen von Couperose. Eine rohe Knoblauchzehe mit einem Esslöffel Naturjoghurt mischen und auftragen. Alternativ hilft auch Quark und ein Schuss Olivenöl.
  • Rohe Papayaschnitzel gezielt auf rote Flecken legen und einwirken lassen. Papaya wirkt antientzündlich, nährt und erfrischt die Haut.
  • Schachtelhalm Tee senkt die Blutfettwerte und sorgt für eine gute Durchblutung. Ebenso gut ist grüner Tee, beispielsweise Matcha Tee mit Zitrone. Dadruch werden die Gefäße von innen heraus gesäubert.
  • Mehr reines Mineralwasser trinken als üblich.
  • Mehr frisches Gemüse essen, öfter mal einen Smoothie trinken und Salate anstelle von Pizzen essen.
  • Tierisches Eiweiß wie Fleisch, Fisch, Käse und andere Milchprodukte vermeiden. Sie erhöhen den Hämatokrit-Wert im Blut und sorgen für Ablagerungen in den Gefäßen.
  • Anstelle von anstrengendem Sport, lieber Yoga machen oder Schwimmen gehen.
Besonderer Tipp: Einige ätherische Öle tragen effektiv dazu bei, dass die Gefäße sich reinigen und die Haut besser durchblutet wird. Auch für das Bindegewebe sind viele ätherische Öle und kosmetische Naturprodukte hervorragend. Für schlechtes Bindegewebe kann beispielsweise Kokosöl oder Shea Butter verwendet werden, auch Teebaumöl oder Lavendelöl kann zu einem deutlich verbesserten Hautbild führen. Wer an Couperose leidet, der sollte sich auf natürliche Kosmetikprodukte konzentrieren und weg von den industriell hergestellten Produkten gehen.

Couperose vorbeugen – das kann man selbst tun!

Die wohl beste Vorbeugung gegen Couperose ist unsere Ernährung. Jeder hat sicherlich schon einmal den Satz gehört: „Du bist, was du isst!“In vielen Fällen steckt ebenso viel Wahrheit dahinter. Wissenschaftler haben längst belegt, dass viele Krankheiten, die heute gesellschaftlich sehr verbreitet sind, aufgrund unserer westlichen Ernährungsweise vorkommen oder ausbrechen. Zwar ist die Couperose eine erblich bedingte Angelegenheit, allerdings müssen die Krankheiten nicht zwingend ausbrechen oder durch fehlerhafte Ernährung gefördert werden.

 

Vorbeugende Maßnahmen

Ernährung
Alkohol und Zigaretten
Sport und Bewegung
Scharfes und Süßes
Stress und Temperatur