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Dieser Artikel wurde zuletzt überarbeitet am 19.10.2017

Aphten

Die Begriffserklärung zu Aphten ist relativ einfach, denn es handelt sich lediglich um schmerzhafte Blasen oder kleine Wunden im Mund. Und auch wenn der Begriff nicht jedem geläufig ist, so kommen die Blasen im Mund äußerst häufig vor. Jeder fünfte Mensch hatte mindestens schon einmal in seinem Leben eine schmerzende Blase oder Wunde im Mund, meist im nicht sichtbaren Innenbereich.

 

Was sind Aphten?

Aphten

Schmerzhafte Aphten

Aphten schmerzen, denn es handelt sich um kleine Entzündungen, die sich meist in kleiner und runder oder ovaler Form zeigen. Meist stechen sie auffällig weiß oder gelblich hervor, oft sind sie rot umrandet. Sie können überall im inneren Bereich des Mundes auftreten, vor allem auf der Innenseite der Wangen oder auf dem Zahnfleisch sind sie bekannt. Aber auch der Gaumenbereich oder unter Zunge hat man sie schon entdeckt, ab und an treten sie sogar im hinteren Bereich des Gaumens oder im Hals auf. Auffallend wird es dann, wenn etwas saures oder sehr heißes, oder scharfes gegessen wird. Dann brennt es an diesen Stellen extrem.

Im Mund halten sich sie sich sehr hartnäckig, treten häufig in Kinderjahren oder in der Pubertät zum ersten Mal auf. In den meisten Fällen aber heilen die kleinen Entzündungsherde von alleine ab, viele kehren jedoch wieder zurück. Der Durchmesser der Aphten beträgt dabei oft nicht mehr wie 3-4 Millimeter.

Sind Aphten ansteckend oder übertragbar?

Aphten sind nicht ansteckend oder übertragbar, lediglich sehr unangenehm. Für die Gesundheit sind die kleinen lästigen Wunden nicht gefährlich. Wer also ein oder mehrere Aphten im Mund hat, der kann seinen Partner/in trotzdem küssen. Eine Übertragung ist in den meisten Fällen unwahrscheinlich, da es sich schließlich nicht um eine bakterielle oder virale Infektion handelt.

Welche Ursachen haben Aphten?

In den meisten Fällen werden Aphten nicht durch Viren oder Bakterien verursacht, sodass es auch nicht übertragbar oder ansteckend ist. Auch gibt es aus gleichem Grund keine Medikation, welche Aphten vollständig bekämpfen kann. Während einer Behandlung setzt man auf Schmerzbekämpfung und auf eine Verhinderung der weiteren Ausbreitung. Es ist leider nicht vollständig bekannt, warum Aphten im Mund vorkommen. Möglicherweise werden die Aphten vererbt oder aber andere Auslöser können ursächlich sein.

Entstehen beispielsweise kleine Wunden durch beißen oder Verbrennungen, so können sich dadurch Aphten bilden. Auch ein geschwächtes Immunsystem, dauerhafte Müdigkeit, Vitaminmangel oder Hormonschwankungen begünstigen die Entstehung. Ebenso können Glutenunverträglichkeiten oder Morbus Chron als chronische Erkrankung dafür verantwortlich sein. Allergische Reaktionen oder diverse Empfindlichkeiten gegen Lebensmittel sind auch nicht ausgeschlossen, in einigen Fällen sind Medikamente, Viren oder Bakterien (selten) auslösend. Von Stress geplagte Menschen sollen ebenfalls häufiger Aphten bekommen, als ausgeglichene Personen.

Woran erkennt man Aphten?

Aphten besitzen eine gräuliche, weiß-gelbe Farbe und haben einen roten und entzündeten Rand. Dabei befinden sich diese unerwünschten Begleiter ausschließlich im Bund, auf der Zunge, im Gaumen, im Hals oder an anderen Stellen. Auch können die Aphten kleine Krater oder Dellen haben und oft ist die Mundschleimhaut gerötet. Einige Menschen haben sogar viele gleichzeitig im Mund, was den Schmerzfaktor noch erhöht. Saure oder sehr heiße Lebensmittel werden meist vermieden. Zu unterscheiden sind kleine und große Aphten, wobei die großen eher unschönen Wunden ähneln.

Welche Symptome fallen bei Aphten auf?

Die Symptome sind bei den meisten geplagten immer die gleichen. So schmerzen die kleinen oder großen Wunden. Bei Kontakt mit heißen, scharfen oder sauren Lebensmitteln kommt es zu starkem brennen. Die Betroffenen spülen dann mit kaltem Wasser, oft fühlt sich der komplette Mund entzündet an.

Die kleinen Aphten sind meist nicht größer als 1 Zentimeter und sind nicht allzu schmerzhaft. Sie heilen auch oft von alleine ab, was in etwa 2 Wochen dauern kann. Auch hinterlassen sie keine Narben, können aber regelmäßig auftreten. Oft haben Patienten jährlich etwa bis zu 4 Ausbrüche, was sich aber mit zunehmendem Alter bessert. Die großen Aphten ähneln sich stark den kleinen, allerdings gehen die Entzündungen viel tiefer und fallen größer aus. Sie hinterlassen auch meist unschöne Narben und sind sehr schmerzhaft. Auch Fieber und verdickte Lymphknoten können mit den großen Aphten einhergehen. Der Mensch fühlt sich krank, ausgelaugt und müde. Die großen Aphten bedürfen aus diesem Grund medizinischer Behandlung.

Auffallen werden die kleinen Blasen zunächst aufgrund ihrer Farbe, die sich natürlich von dem der Schleimhaut unterscheidet. Sie sind außerdem mit der Zunge fühlbar, denn sie sind mit Flüssigkeit gefüllt. Auf der Zunge, der Wange und dem Zahnfleisch stören die gefüllten Bläschen zudem. Später schmerzen sie beim Essen, Trinken und an unschönen Stellen auch beim Sprechen. Kinder verweigern dann oft das Essen, sodass eine effektive Behandlung dringend ist.

Platzen die Bläschen schließlich auf, so bilden sich schmerzhafte Krater, die sich im weiteren Verlauf entzünden können. Es können schon einmal zwei bis drei Wochen vergehen, ehe eine normale, kleine Aphte verschwindet und die Symptome abklingen. Bei großen Aphten bilden sich zudem unschöne Narben, der Heilungsprozess dauert zudem länger. Leider können sie nicht wirklich behandelt werden, wobei Hausmittel sogar oft effektiver sind. Diverse Mundspülungen können den entzündlichen Prozessen gut vorbeugen. Treten sie immer wiederkehrend auf, so sollte man sich zunächst auf seine Ernährung konzentrieren, viel Vitamin C aufnehmen und ausreichend Wasser trinken. Immerhin stellen unsere Schleimhäute auch eine Art Entgiftungsorgan dar, sodass über diese Missstände aus dem Körperinneren ausgeleitet werden.

Wie werden Aphten behandelt?

Manchmal treten Aphten übrigens auch an den Genitalien auf, wobei sie aber keine negativen Auswirkungen auf den Geschlechtsverkehr haben. In sehr schweren Fällen sollte natürlich ein Arzt konsultiert werden, der meist auf eine Kortisontherapie setzt. In vielen anderen Situationen reichen aber einfachere Behandlungsformen, die auch oft effektiv sind. Immerhin kann man mit einem Aphten doch leben, sodass man es zunächst mit diesen Methoden probieren kann.

Zum einen sind Spülungen und spezielle Gurgellösungen zu empfehlen, die mehrmals pro Tag angewandt werden können und den Mundbereich desinfizieren. Sie wirken antiseptisch und helfen beim Heilungsprozess. Desweiteren gibt es spezielle Salben, Gele und Sprays, die für den Mundbereich entwickelt wurden. Wer zudem auf eine gute Mundhygiene achtet, der kann den Aphten grundsätzlich vorbeugen. In den meisten Fällen sind Aphten harmlos, weswegen auch Homöopathische oder pflanzliche Mittel gut helfen. Auch im Bereich Hausmittel kann man sich umsehen, was vor allem bei Kindern die gesündere Alternative darstellt.

Aphten wird vom Arzt meist nicht großartig behandelt, meist endet der Arztbesuch mit einem Rezept für die Apotheke. Zu Beginn der Behandlung wird immer erst einmal versucht, die Bläschen mit entzündungshemmenden und antiseptischen Mitteln zu bekämpfen. Bei großflächiger Ausbreitung kommt dann meist Kortison zum Einsatz. Immerhin beeinträchtigt Aphten ab einem gewissen Grad die Aufnahme der Nahrung, viele verlieren ihren Appetit oder trauen sich kaum zu sprechen. Dann besteht dringender Handlungsbedarf, denn die Bläschen müssen auf schnellstem Wege verschwinden.

Mit Hausmitteln bekämpfen

Hausmittel stellen eine sehr wirkungsvolle Alternative zu medikamentösen Mitteln dar. Sie werden von vielen bevorzugt, möchte man doch nicht immer direkt einen Arzt aufsuchen. So kann man es durchaus zunächst mit folgenden wirksamen Hausmittelchen versuchen, ehe man den Weg zum Haut- oder Hausarzt auf sich nimmt.

  • Hochprozentiger Alkohol desinfiziert und befreit den Mundbereich von Bakterien und Viren. Mit einem Wattestäbchen kann die Aphte betupft werden, was jedoch nur für Erwachsene gilt.
  • Teebaumöl wirkt ebenfalls antientzündlich, kann jedoch sehr stark im Geschmack sein, sodass auch hier Kinder nicht begeistert sein dürften.
  • Viel besser bei der Anwendung von Kindern eignet sich Kamillenextrakt. Kamille wirkt austrocknend, sodass die Bläschen zurückgehen und nicht erst aufplatzen.
  • Myrrhentinktur ist ein spezielles Harz und wirkt effektiv gegen Entzündungen.
  • Rhabarber enthält wichtige Wirkstoffe gegen Entzündungen, als Tinktur ist er ein wirkungsvolles Mittel. Dank der Gerbstoffe trocknen die entzündlichen Bläschen aus.
  • Aloe Vera
  • Calendula und Ringelblumenextrakt kann täglich mit etwas Wasser aufgemischt und als Spülung verwendet werden.

Im Bereich der Homöopathie haben sich im Übrigen folgende Hausmittel bewährt:

  1. Borax C9 (Entzündungen)
  2. Pulsatilla pratensis (Küchenschelle gegen Trockenheit)
  3. Adidum sulfuricum C5 (Schwefelsäure neutralisiert Hitze)
  4. Mercurius corrosivus C7 (Quecksilberchlorid gegen Mundgeruch und Speichelfluss)

Aphten effektiv vorbeugen

Es ist nicht ganz einfach effektiv vorzubeugen. Immerhin scheinen die Ursachen nicht ganz klar zu sein, zumindest variieren sie stark. Allerdings kann man sich vorbeugend gegen fast alles ausgewogen und gesund ernähren. Auch die Aufnahme von viel Flüssigkeit hilft in der Regel dem Organismus. Die Zugabe von zusätzlichen Vitaminpräparaten kann nach Absprache mit dem Arzt ebenfalls helfen.

Sind Aphten heilbar?

Bei chronischen Aphten ist eine Heilung derzeit noch nicht möglich. Das Ziel von Behandlungen ist immer eine schnelle Linderung der Schmerzen. Danach kann nie ausgeschlossen werden, dass die Aphtenbläschen nicht zurückkommen. Wer an dieser Stelle präventiv vorgehen möchte, der kann in erster Linie auf eine gute Mundhygiene achten. Wichtig sind beispielsweise das Zähneputzen nach dem Essen und das Reinigen der Zahnzwischenräume am Abend. Auch hilft es auf bestimmte Süßigkeiten und Lebensmittel zu verzichten. Ebenso wichtig sind außerdem auch das Zahnfleisch und die Zunge hygienisch und gesund zu halten. Hierfür werden spezielle Reinigungsprodukte in der Drogerie angeboten. Ein jährlicher Termin beim Zahnarzt ist dringend anzuraten, um etwaige Bakterien im Zahnbereich frühzeitig zu entfernen. Parodontose oder andere Zahnentzündungen begünstigen nämlich die Entstehung von Aphten.

Auch Stress und Schlafmangel ist ein optimaler Nährboden für Aphten. Er sollte vorbeugend vermieden werden, wobei auch das Immunsystem aufgebaut werden sollte. Eine gesunde Ernährung in Kombination mit einer guten Hygiene ist oft entscheidend über den Ausbruch. Bei Kindern ist die Prävention oft etwas schwieriger.

Wundheilungsfördernde und antiseptische Mundsprays, Salben oder Cremes können auch präventiv verwendet werden, gleiches gilt für Hausmittel oder homöopathische Globuli. Oft verhindern sie einen noch unbemerkten Ausbruch, sodass es gar nicht erst zu den schmerzhaften Bläschen kommt. Einmal wöchentlich kann man beispielsweise mit Teebaumöl spülen oder andere ätherische Öle beimengen.