Zugsalbe gegen Pickel – Klappt das?

Pickel als Folge einer Erkrankung oder wegen unreiner Haut sind nicht nur lästig, vor allem im Gesicht stellen sie einen sichtbaren Makel dar. Gleichzeitig können Pickel auch schmerzhaft sein. Derzeit sind viele Mittel erhältlich, die mehr oder minder kurzfristig Linderung verschaffen und das Hautbild nachhaltig verändern können. Eine der möglichen Optionen ist die Zugsalbe.

 

Was ist eigentlich Zugsalbe?

Zugsalbe gegen Pickel ist eine schon seit mehr als 100 Jahren verbreitete Heilmethode, die nicht nur bei Pickel angewendet wird. Ursprünglich war sie für die Behandlung von Furunkeln gedacht. Bei der Behandlung ist jedoch Vorsicht geboten, ja man sollte in empfindlichen Bereichen sehr vorsichtig vorgehen, da sonst die Behandlung auch zur Verschlechterung führen kann.

 

Was bedeutet der Begriff Zugsalbe gegen Pickel?

zugsalbe gegen pickelWie der Begriff schon vermuten lässt, wirkt die Zugsalbe gegen Pickel und andere Beschwerden, indem sie den in dem Pickel oder Furunkel enthaltenen Eiter an die Hautoberfläche ziehen. Dort kann der Eiter dann fachmännisch entfernt werden und der Mitesser oder Furunkel kann abheilen. Ein Nebeneffekt der Zugsalbe gegen Pickel ist die bessere Durchblutung der betroffenen Hautregionen. Gleichzeitig werden Bakterien in diesem Bereich wirksam abgetötet.

Für die beschriebenen Eigenschaften der Zugsalbe gegen Pickel sind die darin enthaltenen Wirkstoffe verantwortlich. In der Regel gewinnt man diese aus Ölschiefer. Meist enthält eine Zugsalbe gegen Pickel den Wirkstoff Ammoniumbituminosulfonat. Dabei handelt es sich um eine wirksame Kombination aus vielen verschiedenen Stoffen. Anhand des Begriffes lässt sich schnell erkennen, warum man landläufig auch einfach Schieferöl dazu sagt. Schiefer- bzw. Teeröl ist ein Wirkstoff, der schon viele Jahre in Salben und Cremes Anwendung findet. Man nutzt ihn zur Bekämpfung verschiedener Hautkrankheiten. Schieferöl ist einer der Hauptbestandteile der Zugsalbe gegen Pickel und ist im weitesten Sinne ein Erdölprodukt. Aufgrund der zugeschriebenen Krebserregung des Teers sind die meisten Zugsalben gegen Pickel verschreibungspflichtig, wenn sie Teer enthalten. Dieser Stoff als Erdölprodukt hemmt die Verhornung der Haut und verlangsamt wirksam die Zellteilung. Die Entzündung im betroffenen Bereich wird gehemmt und der Juckreiz wird erheblich gemindert. Jedoch ist ein Großteil der enthaltenen Substanzen des Teers nicht erforscht, weswegen die Verwendung in Kosmetika verboten ist.

 

Zugsalbe gegen Pickel, die Anwendung

Die Inhaltsstoffe der Zugsalbe gegen Pickel sorgen dafür, dass der Eiter in den Pickeln oder Furunkeln an die Hautoberfläche gezogen wird. Gleichzeitig wird die Haut erheblich besser durchblutet. Patienten mit schwerer Akne werden bei der Verwendung von Zugsalbe  jedoch anfangs eher eine Verschlechterung bemerken. Die Entzündung wird erst einmal stark zunehmen. Ist der Eiter jedoch an der Oberfläche, kann die Behandlung beendet und der Eiter entfernt werden. Zugsalbe gegen Pickel sollte immer nur im betroffenen Bereich angewendet werden. Da es sich bei der Zugsalbe gegen Pickel um ein Produkt aus Ölschiefern handelt, sollte man bei der Behandlung vor allem darauf achten, dass die Kleidung nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Daher werden größere Pickel (Komedonen) oft mit einem Pflaster bedeckt. Vor allem dann, wenn es sich um schwer erreichbare Regionen wie den Rücken handelt. Dadurch wird die Kleidung vor nicht auswaschbaren Flecken geschützt. Gleichzeitig fördert das Pflaster die Durchblutung der Haut.