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Dieser Artikel wurde zuletzt überarbeitet am 20.11.2017

Akne venenata – Die wichtigsten Infos auf einen Blick

Was ist Akne venenata?

Viele Menschen leiden an einer Erkrankung der Haut. Eine weit verbreitete Form der Erkrankung ist die Akne. Vielfach lautet eine Diagnose in solchen Fällen Akne venenata oder auch Kontaktakne. Dabei handelt es sich um eine exogene Akneform. Kontakte mit auslösenden Stoffen begünstigen bei dieser Form der Akne die Entstehung von Komedonen (Mitessern). Wenn es sich dabei um eine Form der Chlorakne handelt, ist der auslösende Stoff chlorierter Kohlenwasserstoff. Im Falle der Ölakne führen Mineralöle und Schmierstoffe zu den aknetypischen Hautveränderungen. Teerprodukte lösen bei Kontakt zur Haut die sogenannte Teerakne aus.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen & Entstehung der Akne venenata

Die genauen Ursachen der Erkrankung sind bis heute nicht geklärt. Häufig sprechen Ärzte von speziellen Risikofaktoren. Dies sind vornehmlich hormonelle Schwankungen. Betroffen sind insbesondere Jugendliche, wobei Jungen öfter an Akne leiden als Mädchen. Falls eine hormonelle Krankheit vorliegt ist dies ein zusätzlicher Faktor, der die Krankheit fördert. Viele Menschen leiden auch darunter, weil sie die Krankheit vererbt bekommen haben. Bei Frauen kommt es zu bestimmten Zeiten zu einem Ausbruch der Erkrankung. Dies kann entweder kurz vor Eintritt der Menstruation der Fall sein oder aber auch während der Schwangerschaft. Vor allem bei emotionalem Stress treten die Symptome auf. Wer denkt, er könne öliges Make-up sorgenfrei nutzen, wird oft durch die Akne venenata überrascht.

Die Symptome

Ein bekanntes Kennzeichen für die Akne ist ihr Auftreten an Stellen der Haut, an denen viele Talgdrüsen sitzen. Somit sind die Symptome vornehmlich im Gesicht, am Dekolleté, auf den Schultern und dem Rücken erkennbar. Je schwerer die Ausprägung der Akne venetana ist, desto mehr Mitesser entwickeln sich auch. Daneben können sich auch Pusteln, entzündliche Knoten und Zysten sowie Narben bilden. Dabei treten immer wieder unterschiedliche Narbenformen auf. Aknenarben kommen zustande, wenn Entzündungen in tiefen Hautschichten auftreten. Die Haut versucht das geschädigte Gewebe wieder herzustellen. Die neugebildete Haut unterscheidet sich dadurch, dass keine Schweiß- und Talgdrüsen gebildet werden.

Behandlung der Akne venenata

Im Allgemeinen ist zu empfehlen betroffene Hautregionen mit einem ph-neutralen Mittel zu behandeln. Geeignet sind parfumfreie Seifen und Waschlotionen. Ein zu häufiges Waschen sollte vermieden werden. Die anschließende Pflege sollte keinesfalls mit Produkten erfolgen, die Fette und Öle enthalten. Genutzt werden sollten Feuchtigkeitscremes auf Wasserbasis. Dies gilt gleichermaßen auch für Make-up und Sonnenschutzmittel.

Je nachdem wie schwer eine Akne ausgeprägt ist, sollte eine medizinische Therapie erfolgen. Die äußerliche Therapie wird mit Cremes, Gelen und Lösungen gestaltet. Entzündungen und Ausbreitungen der Akne werden so vermieden. Inhaltsstoffe, welche eine gute Wirkung zeigen sind:

  • Benzoylperoxid tötet die Bakterien ab und schleift die Hornschicht der Haut ab.
  • Antibiotika bekämpfen ebenso die Bakterien, welche die Talgdrüsen besiedeln. Zudem zeigt es eine entzündungshemmende Wirkung.
  • Sogenannte Retinoide sind Vitamin-A-Säure-Präparate. Diese kommen bei Akne zum Einsatz, wenn diese leicht und mittel ausgeprägt ist. Die Wirkung zeigt sich auch gegeneine übermäßige Verhornung der Talgdrüsen.
  • Retinoide müssen per Rezept verschrieben werden, da sie einige Nebenwirkungen zeigen, die der Arzt erläutern muss.
  • Eine weitere Form der Therapie wird mit Azelainsäure gewährleistet. Diese reduziert die Verhornung der Talgdrüsen und zeigt eine antibakterielle Wirkung.

Risikofaktoren vermeiden

Die Ernährung kann in Bezug auf die Erkrankung Akne venenata einen erheblichen Einfluss haben. Insbesondere scharf gewürzte, fette oder kohlenhydratreiche Nahrung wirkt sich negativ auf die Akne aus. Wissenschaftlich ist dies noch nicht erwiesen, dennoch sind viele Fälle bekannt, bei denen Schokolade und Nüsse eine verschlimmerte Wirkung auf die Erkrankung hatten. Eine ausgewogene Ernährung sollte deshalb eingehalten werden, wenn man der Akne vorbeugen will. Vielfach ist die Aussage “Die Sonne trocknet die Akne aus” zu hören. Das Gegenteil ist jedoch richtig. Nur Feuchtigkeit kann den Haushalt der Haut so ausgleichen, dass die Akne gemindert werden kann.