akne_hautdocAKNE –  Allgemeine Infos

Mit dem Begriff Akne werden verschiedene Erkrankungen bezeichnet, die sowohl den Talgdrüsenapparat als auch den Haarfollikel betreffen. Beginnt die Krankheit erst mit nichtentzündlichen Komedonen, auch Mitesser genannt, können später jedoch entzündliche Hautveränderungen, in Medizinerkreisen Effloreszenzen, entstehen, zum Beispiel Knoten, Papeln und Pickel. Während Papeln und Knoten kleine Hauterhöhungen sind, werden Eiterbläschen Pusteln oder auch Pickel genannt. Je nach Akneform können auch die Terminal- und Vellushaarfollikel hiervon betroffen sein.
 

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Etymologie der Akne

Der Begriff Akne kommt ursprünglich von dem griechischen ??µ? akm?, gesprochen akme, was soviel wie Blüte, Spitze oder Gipfel bedeutet. Hier wurde Bezug auf das Erscheinungsbild von Papeln und Pickel genommen. Im 19. Jahrhundert wurde der Begriff Akne aus dem Englischen acne abgeleitet. Durch einen Übertragungsfehler aus dem Griechischen ins Spätlatein wurde aus dem Akkusativ Plural acnas. Dieser Fehler wurde später ins Englische übernommen.
 

Akne und die Epidemiologie

Akne ist die häufigste Hautkrankheit weltweit. Die Spanne der Betroffenen reicht von fast null Prozent im ländlichen Raum von Brasilien bis zu 100 Prozent in England. Dabei haben Menschen zwischen 14 und 30 am stärksten mit dieser Hautkrankheit zu tun. Zirka 60 Prozent der Erkrankten haben einen milden Verlauf der Akne, der mit rezeptfreien Präparaten ohne ärztliche Aufsicht behandelt werden kann. Der Krankheitsverlauf der restlichen 40 Prozent reicht von akut bis chronisch, dramatisch entzündlich oder wellenartig. Hier können sich schnell Narben bilden. Häufig gehören psychische Probleme zu Begleiterscheinungen dieser Krankheit. In Deutschland hat eine Studie ergeben, dass bei Angestellten 4,2 Prozent Probleme mit der Haut haben, bei der Altersgruppe 16 bis 20 Jahren 24,8 Prozent und bei Personen zwischen 9 und 20 Jahren sogar 95 Prozent. Hierzu gehören auch die Pickel, unter denen Jugendliche meist leiden. Untersuchungen ergaben, dass bei einer familiären Vorbelastung Akne auch über das 25. Lebensjahr hinaus bei 50 bis 63 Prozent der Frauen vorkommen kann.
 

behandeln mit rezeptfreien Medikamenten60%
der 9-20 jährigen leiden unter Akne95%
Akne bei Frauen über dem 25. Lebensjahr63%
 

Akneformen

Die verschiedenen Formen der Akne werden nach Ausprägung, Lebensalter, Schweregrad und Ursache eingeordnet. Innere Ursachen, also vom Körper selbst, werden als endogen, äußere Einflüsse als exogen bezeichnet.
 

 

Endogene Akneformen

Acne vulgaris
Acne neonatorum
Acne infantum
Acne tarda
 

Exogene Akneformen

Acne aestivalis
Acne cosmetica
Acne medicamentosa
Acne venenata
Acne inversa
 

Pathogenese bei Akne

Akne entsteht durch Bildung von Komedonen aufgrund einer erhöhten Talgproduktion und einer Verhornungsstörung beim Ausgangsbereich des Talgdrüsenfollikels. Kommt es hier zu einer Entzündung, bilden sich Knoten, Papeln oder Pickel. Akne hat einen komplexen genetischen Hintergrund und gehört zu den polymorphen Hauterkrankungen. In einer Studie wurde festgestellt, dass homozygote Zwillinge zu 98 Prozent in Bezug auf Talgproduktionsrate, Zahl der Komedonen und Erkrankungsalter ähnlich betroffen waren. Bei heterozygoten Zwillingen war zu 50 Prozent nur ein Zwilling betroffen. Hier gab es keine oder nur wenige Übereinstimmungen bezüglich Koedonenzahl und Talgproduktion. Bei einer familiären Häufung wurde festgestellt, dass das Risiko an Akne zu erkranken bei den Kinder 50 Prozent betrug, wenn beide Elternteile bereits an dieser Hautkrankheit litten. Neben diesen genetisch bedingten Faktoren können weitere Faktoren für Akne ursächlich sein.
 

Bakterien
Androgene
Liganden von Peroxisom-Proliferations-aktivierenden Rezeptoren (kurz PPAR)
Komedogene Stoffe
Rauchen
Stress