frau mit akne

Akne und die Auswirkungen auf die Psyche

Akne und die Auswirkungen auf die Psyche – Wie wirkt sich Akne auf die Psyche aus?

In den meisten Fällen tritt Akne während der Pubertät bei Jugendlichen auf. Die Auswirkungen sind fettige Haut, die mit Pusteln und Pickeln übersät ist. Besonders betroffen sind das Gesicht, der Nacken, der Rücken und die Oberarme.

In der Regel heilt die Akne von selbst wieder ab. Tritt sie jedoch bei Erwachsenen auf, so kann das auf andere Krankheiten oder Allergien hindeuten. Hormonelle Störungen, Kontakt mit unverträglichen Mitteln, Medikamente oder Kosmetik können die >Entstehung von Akne begünstigen. Wurde die Akne durch ein Medikament ausgelöst, so sind Arme und Beine sehr oft davon betroffen.

Studien haben ergeben, dass Jungen mehr unter Akne leiden, als Mädchen. In der Regel klingt die Akne nach dem 25. Lebensjahr ab. In Einzelfällen bleibt sie jedoch auch darüber hinaus bestehen, was besonders auf Frauen zutrifft.

 

Kann sich Akne auf die Psyche auswirken?

Akne kann sich sehr wohl auf die Psyche auswirken. Besonders hart trifft es Jugendliche, deren Selbstwertgefühl sinkt. Das Problem ist nicht nur ästhetisch begründet, sondern sie sehen sich in der Schule Mobbing-Attacken ausgesetzt. Fast jeder hat diese Situation bereits erlebt und weiß, dass mit Akne ein gewöhnlicher Tagesablauf unter diesen Umständen nicht mehr möglich ist. Hautkrankheiten können die Psyche des Betroffenen schwer belasten. Ständig schaut er in den Spiegel und im schlimmsten Fall traut er sich nicht mehr aus dem Haus. Viele Betroffene ziehen sich immer mehr von ihren Freunden zurück, werden unsicher im Umgang mit anderen Menschen. Im schlimmsten Fall kann die sogenannte Dysmorphophobie der Psyche auftreten. Es handelt sich dabei um eine verzerrte Wahrnehmung. Die betroffenen Patienten sind dann der Meinung, dass ihr Gesicht durch Pickel total verunstaltet ist, obwohl kaum welche vorhanden sind. Daraus entstehen psychische Störungen und die Betroffenen denken nur noch an ihre Pickel. In besonders schwerwiegenden Störungen der Psyche kann Akne auch zu Selbstmordgedanken und zu schweren Depressionen führen. Sie gehören zu den Begleiterscheinungen, die im Zusammenhang mit Akne am meisten auftreten. Besonders davon betroffen ist die Psyche von Mädchen, die sich zurückziehen und sich mit Betäubungsmitteln oder Alkohol zu trösten versuchen.

 

Was kann man gegen die Begleiterscheinungen der Akne unternehmen?

Leiden Patienten an solchen Begleiterscheinungen an der Psyche, brauchen sie professionelle Hilfe für ihre Psyche, damit sie wieder aus diesem Teufelskreis heraustreten können. Hilfreich ist eine Psychotherapie. Sie hat den gleichen Stellenwert, wie Salben und Medikamente und kann sogar die Aknesymptome zum Abklingen bringen. Zunächst ist es jedoch wichtig, dass der Patient die Therapie auch annimmt. Wer frühzeitig mit der Behandlung beginnt, kann ein Ausbreiten der Krankheit sogar verhindern. Ziel einer solchen Behandlung der Psyche ist es auch, die seelische Belastung zu verringern. Außerdem ist erwiesen, dass eine Therapie den Heilungsprozess dieser Hautkrankheit beschleunigen kann.
Viele Probleme mit der Psyche, die Akne mit sich bringen können, haben ihren Ursprung in den Vorurteilen gegenüber der Akne. Bei vielen Menschen herrscht der Gedanke vor, dass Akne durch mangelnde Körperhygiene entsteht. Deshalb ist es wichtig, dass sich die Patienten hinreichend über Akne informieren, um so die Vorurteile aus der Welt zu schaffen. Nichts belastet die Psyche mehr, als vorgefertigte Meinungen ohne fundamentales Wissen.
 

Was kann sonst noch bei Akne getan werden?

Ergänzend zur Therapie für die Psyche gibt es auch noch äußerliche Anwendungen. Eine Kosmetikerin kann unter sterilen Bedingungen die Pickel und Mitesser entfernen. Während der akuten Phase sollte dies mindestens ein bis zwei mal in der Woche geschehen. Ebenso wirkungsvoll ist das chemische Peeling. Durch dieses auf die Haut aufgetragene Peeling werden die oberen Hautschichten kontrolliert zerstört, damit sie sich wieder regenerieren kann. Außerdem können auch entsprechende Medikamente die Ausbreitung von Akne eindämmen.

Die hier erwähnten Maßnahmen können unterstützend dabei helfen, die Psyche wieder in Einklang mit dem Körper zu bringen. Das Zusammenspiel zwischen Akne und Psyche sollte nicht verharmlost werden, da es sonst zu ernsthaften Störungen der Psyche kommen kann.

Über den Autor:

Doktor Haut

Doktor Haut beschäftigt sich gerne mit Themen der Dermatologie. Hauptsächlich behandelt er Themen zu den häufigsten Hautkrankheiten wie z. B. Akne, Neurodermitis, Lippenherpes oder auch über den lästigen Fußpilz.

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Kommentare (2)

  • Lisa

    Bei mir hat sich die Akne echt heftig auf die Psyche ausgewirkt. Ich habe mich echt schon nicht mehr aus dem Haus getraut. Selbst mit Schminke habe ich gedacht, dass alle sich vor mir und meinen Pickeln ekeln. Das war echt eine schlimme Zeit. Erst in Kooperation mit einem Dermatologen und der Einnahme von Antibiotika habe ich dann das Problem in den Griff bekommen. Seit dem geht es mir auch wieder erheblich besser.

    • Doktor Haut

      Hey Lisa,

      dann kannst Du froh sein, dass Du selbst alle so schnell in den Griff bekommen hast. Finde ich super!

      Viele Grüße
      Der Doc

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