Pickel an der Scheide

Woher sie kommen und was man dagegen tun kann

Auch an der Scheide treten Pickel oftmals auf. Natürlich gibt es auch hier wieder verschiedene Ursachen. Die Auslöser für Pickel an der Scheide können beispielsweise verstopfte Poren sein. Meist steckt jedoch eine Haarwurzelentzündung (medizinisch Follikulitis) dahinter. Fast der gesamte Körper ist von Haaren umgeben. Entzünden sich deren Follikel, kommt es zu eitrigen Pickeln. Auch der Schambereich bleibt davon nicht verschont. Vor allem Frauen, die sich regelmäßig den Intimbereich rasieren, klagen oft über Pickel an der Scheide. Beim Rasieren wird auch immer die Haut etwas verletzt und Bakterien können an diesen Stellen leichter eindringen. Am häufigsten werden Pickel an der Scheide durch das Bakterium Staphylococcus aureus ausgelöst. Dieses Bakterium befindet sich bei jedem Menschen auf der Haut. Begünstigt wird die Vermehrung noch durch Feuchte. Wenn man also zum Beispiel an sehr warmen Tagen auch im Intimbereich schwitzt, sind oft Pickel an der Scheide die Folge. Allerdings können Pickel an der Scheide auch durch Unverträglichkeiten oder Allergien ausgelöst werden. In sehr schweren Fällen, sollte deshalb unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann helfen und entsprechende Medikamente verordnen. Pickel an der Scheide können vereinzelt, aber auch flächendeckend auftreten. Häufig kommt es zudem noch zu Begleiterscheinungen, wie einem Brennen, Jucken oder sogar Schmerzen der betroffenen Stellen.

 

Was man gegen Pickel an der Scheide tun kann

Treten die Pickel durch Unverträglichkeiten oder Allergien auf, kann es hilfreich sein, die entsprechenden Produkte zu wechseln. Ist der Auslöser hingegen die Nassrasur, sollte die Rasierklinge oft gewechselt werden. Denn bei einer sehr scharfen Klinge kommt es seltener zu Hautverletzungen und so können auch Pickel an der Scheide schlechter entstehen. Der Rasierapparat sollte außerdem nach jeder Rasur gründlich gereinigt werden. Vielleicht ist es auch überlegenswert, die Methode der Enthaarung zu wechseln und auf die Nassrasur zu verzichten. Pickel an der Scheide sind meist harmlos und heilen in der Regel auch von selbst wieder ab. Nur die Begleiterscheinungen können lästig sein. Hilfreich sind antibiotische Salben oder Produkte mit entzündungshemmenden Wirkstoffen. Linderung können vor allem am äußeren Schambereich Cremes oder Salben mit Hamamelis oder Kamille bringen. Beide Pflanzen wirken sich positiv bei Entzündungen oder Pickeln aus. Bewährt haben sich auch homöopathische Mittel, wie beispielsweise Silicea oder Hepar sulfuris. Allerdings ist es auch hier ratsam die Behandlung mit einem Homöopathen abzusprechen. Empfohlen werden weiterhin auch noch Schüssler Salze.

 

Wer ist besonders anfällig

Besonders gefährdet sind empfindliche Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Wenn das körpereigene Abwehrsystem geschwächt ist, können sich Bakterien und Erreger in aller Ruhe vermehren. Aber auch Menschen mit speziellen Vorerkrankungen, wie zum Beispiel Diabetiker, leiden häufiger darunter. In schlimmen Fällen sind Pickel an der Scheide sogar chronisch. Dann hilft wirklich nur der Gang zum Arzt. Zudem kann natürlich auch eine ungesunde Lebensweise Pickel an der Scheide begünstigen. Wer also dazu neigt und öfters darunter leidet, sollte auf eine gesunde Ernährung setzen und nicht rauchen. Zudem werden Pickel an der Scheide noch durch eine bereits geschädigte Haut oder eine sehr trockene Haut begünstigt. In diesem Fall kann es helfen, betroffene Partien mit einer pflegenden und feuchtigkeitsspendenden Creme regelmäßig einzucremen. Wird also der Auslöser bekämpft, wird auch das Problem behoben. Stecken Hormonprobleme dahinter, hilft der Arzt. Ebenfalls können Menschen, die ohnehin an Akne oder sehr unreiner Haut leiden, eher davon betroffen sein. Wer sehr oft unter diesem Problem leidet, sollte vielleicht einen Arzt aufsuchen. Dieser kann auch Medikamente verordnen und so das Problem langfristig bekämpfen. Einzelne Pickel an der Scheide, die auch nur sehr selten auftreten, gehen meist von allein zurück. Während die Pickel auftreten, sollte auf das Rasieren des Intimbereichs verzichtet werden bis die Pickel abgeheilt sind. Auch auf ausreichend Hygiene ist selbstverständlich zu achten.

 

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